Schulausschuss diskutiert Situation in der Busbeföderung der Schüler – und was man von Lehrern mehr verlangen kann

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Die Situation in den Schulbussen, die ja eigentlich keine Schulbusse sind, denn der ganze Schülerverkehr wird über den normalen Linienverkehr der RVM abgewickelt, sei äußerst unbefriedigend. „Die Schüler sind teilweise wie Rollmöpse in Dosen in die Busse gefercht, da wird jeder Steh- und Sitzplatz ausgenutzt.“ gibt Albert Lüttmann (Die Grünen) in der Sitzung des Schulausschusses am gestrigen Montag im Ratssaal zu bedenken. Daniel Hellwig (CDU) weiß, dass viele Eltern auf Grund dieser Situation ihre Kinder selber zur Schule bringen.

Tatsächlich gilt in den Bussen nach der Corona-Schutzverordnung keine Abstandsregelung, wohl aber die Maskenpflicht.

Mit dem Linienverkehr werden Emsdettener Schüler*innen zu Emsdettener Schulen gebracht, aber auch nach Saerbeck, St. Arnold oder Nordwalde. Im Umkehrschluss kommen aber auch Saerbecker oder Grevener Schüler*innen nach Emsdetten. Die Linien sind so getaktet, dass zu den jeweiligen Schulanfangszeiten auch tatsächlich zeitnah die Haltestellen angefahren werden.

„Kann man da nicht einfach zwei Busse einsetzen, die dann hintereinander fahren und somit die Fahrgäste auf diese beiden Fahrzeuge aufteilen.“ lautete eine Anfrage von Andrea Wedi (SPD). Der Versuch der Verwaltung, dieser Frage aus dem Weg zu gehen, „dann werden alle versuchen, in den ersten Bus einzusteigen“ ist als Argument eher dürftig, vielmehr wird das Problem darin liegen, dass da plötzlich eine doppelte Anzahl an Bussen und Fahrern vorgehalten werden muss.

Greifbarer schien da schon die Idee von Mechthild Heine-Ohde (Die Grünen): „Ein neuer Stundenplan könnte hier die Lösung sein, Klassen aufteilen, versetzter Unterricht/Unterrichtsbeginn, dadurch seien auch die Klassen entzerrt. In Münster ist das möglich.“
Das würde natürlich bedeuten, dass wegen des dann parallel laufenden Unterrichts die Zahl der Lehrer aufgestockt werden müsse. Zudem ist der Linienverkehr auf die derzeit geltenden Schulanfangszeiten ausgerichtet. Für zusätzliche Fahrten zu versetzten Anfangszeiten müsse der Fahrplan neu erstellt werden.
Albert Lüttmann (Die Grünen) gibt aus seiner eigenen täglichen Erfahrung kund: „Auf die Lehrer kommt so schon ein enormer Mehraufwand zu, es muss penibel kontrolliert werden, ob die Sitzordnungen eingehalten werden, Lüftungsintervalle, das Verhalten in den Pausen lässt häufig arg zu wünschen übrig.“
Christoph Huesmann (Die Linke) kann das Argument Mehraufwand nicht verstehen: „Wir befinden uns in einer besonderen Situation und was in den Krankenhäusern und Altenheimen an zusätzlicher Belastung dem Personal abverlangt wird, kann man sicher auch von Lehrern verlangen.“

Auf die ausführliche Präsentation des Fachdienstleiters Rainer Westers gehen wir an anderer Stelle ein.

 

 

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