Freiwillige können sich beim Kreis Steinfurt registrieren

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Die Verträge sind unter Dach und Fach, nun stellt das Kuratorium des Marienhospitals in Laer die gemeinsamen Pläne mit dem Kreis Steinfurt vor (v.l.): Stefan Wesker (Fachbereichsleiter im Kreis Steinfurt/ Kuratoriumsmitglied), Gerrit Thiemann (stellv. Bürgermeister von Laer und Leiter des Dorfmarketings), Pfarrer Andreas Ullrich (Vorsitzender der Stiftung des Ma-rienhospitals Laer), Jochen Korves (Rechtsanwalt/ Kuratoriumsmitglied), Norbert Rikels (Kuratoriumsmitglied), Frank Borichter (stellv. Leiter der Gefahrenabwehr Steinfurt), Rafael Meier (Brandmeister und Leiter der Gefahrenabwehr Steinfurt), Martin Sommer (Kreisdirektor und Krisenstabsleiter), Dr. Karlheinz Fuchs (medizinischer Leiter des Krisenstabs Steinfurt). (Foto: Joanna Puzik)

Beim Kreis haben sich bereits an die 450 freiwillige Spontanhelfer gemeldet, die dabei helfen möchten die durch das Corona-Virus ausgelöste Krisensituation zu meistern, vermeldet der Kreisdirektor und Krisenstabsleiter Martin Sommer. Wer helfen möchte, der möge sich direkt beim Kreis über ein Formular registrieren, damit die Einsätze sinnvoll koordiniert und die Ehrenamtlichen auch versichert werden können. Das sei wichtig für die eigene Sicherheit der ehrenamtlichen Helfer.

Ebenfalls werden für die auf den Weg gebrachte „Überlaufeinrichtung“ in Laer Pensionierte Ärzte und Pflegekräfte gesucht, die dabei helfen können, im Akutfall infizierte Menschen mit Fieber in den Räumlichkeiten des ehemaligen Marienhospitals zu betreuen und medizinisch zu versorgen. „Ich merke, dass die Leute, was Solidarität angeht jetzt aus den Puschen kommen“, berichtet Kuratoriumsmitglied Jochen Korves. Bei Interesse könne man sich direkt bei ihm oder dem Gremium der Einrichtung melden.

Das neukonzipierte Zentrum wurde gestern, am Montag, den 16. März vertraglich vom Kuratorium besiegelt und kann voraussichtlich ab kommender Woche in Betrieb genommen werden, verkündet Rafael Meier, der Brandmeister und Leiter der Gefahrenabwehr im Kreis Steinfurt. Für den Notfall stehen zudem zwei, der insgesamt sechs im Kreis tätigen Einsatzeinheiten à 33 Mann in doppelter Besetzung, die im Katastrophenschutz verpflichtet, sind bereit. Auch einige lokale Unternehmen haben angekündigt, dass sie ihre laufenden Aufträge nach hinten schieben würden, wenn für den Ausbau der Einrichtung weitere Hilfe benötigt werde. Laut den derzeitigen Plänen könne das sog. „Fieberlazarett“ auch auf 200 Betten erweitert werden.

Damit die Ausbreitung verlangsamt und auf Zeit gesetzt werden könne, bedarf es aber der Mithilfe aller Mitbürger, sei es durch den Verzicht auf soziale Kontakte oder eine spontane Hilfsaktion in der eigenen Nachbarschaft. „Jeder Tag, den wir gewinnen, ist ein Tag mehr, der das Gesundheitssystem entlastet“, appelliert der Kreisdirektor Martin Sommer an alle Bürger im Kreis Steinfurt.

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