Im Juli 2022 hatte der Beirat Ü60 an dieser Stelle auf einige Mißstände im damals neuen Waldbad hingewiesen. Sie berichteten über ein Gespräch mit der Geschäftsführung.
AllesDetten hat jetzt, zwei Jahre nachdem der Bericht bei uns (H I E R) erschienen ist, nochmal nachgefragt. Das Ergebnis ist eher ernüchternd. Der Beirat schließt seine erneute Stellungnahme mit dem Satz „Dennoch sind wir froh, dass es in Emsdetten sowohl ein Hallen- als auch ein Freibad gibt.“
Nach wie vor wird die Preisgestaltung kritisiert. Im Vergleich zu Bädern in umliegenden Städten ist diese eher unfreundlich gegenüber Senioren die oft und regelmäßig schwimmen wollen.
Der zweite große Kritikpunkt war (und ist) der Abriss des Umkleidetraktes inkl. Duschen und Einschwimmhalle des alten Freibades.
Im neuen Waldbad müssen die Schwimmbegeisterten von den Umkleidekabinen zu den Duschen durch einen sehr zugigen Gang geben. Von den Duschen ebenfalls durch den Gang zum Becken oder alternativ zu einem kleinen Raum am Beckenrand, in dem es eine kalte Dusche und ein Regal für Handtücher gibt. Auch in diesem Raum – er wird „Wärmehalle“ genannt – zieht es sehr, da es keine Türen gibt. Zwar wurde seitens der Betreiber eine Art „Plastikvorhang“ an dem wasserseitigen Ausgang angebracht. Dieser endet aber leider ca. 10 cm über dem Wasser, so dass der Wind ungehindert durch die Tür und unter den Vorhang herziehen kann.
„Stellen Sie sich vor, die Generation Ü60 (natürlich auch Kinder und alle sonstigen Freibadbesucher*innen) muss nach dem Duschen und/oder Schwimmen mit nasser Badekleidung durch das zugige Gebäude am Wasser, dann durch die kalte Luft und danach vor und nach der warmen Dusche durch den zugigen Gang gehen. Wie schnell kann man sich erkälten oder Schlimmeres. Viele gehen also bei Temperaturen unter 20 Grad oder wenn es windig ist, nicht mehr dort hin. Dabei stärkt Bewegung an frischer Lust die Abwehrkräfte, die bei dem derzeit unbeständigen Sommerwetter besonders wichtig sind“ resümiert der Beirat. In dem alten Bad konnte alles in dem Umkleidetrakt erledigt werden und erst nach dem Föhnen stand man wieder an der frischen Luft. „Das vermissen viele – es ist nach wir vor ein großes Thema!“
Die Erweiterung der sog. „Wärmehalle“ um einen Bereich mit warmen Duschen um Sammelumkleiden könnte das Problem mit der Zugluft beheben – und nebenbei das bestehende sehr knappe Angebot an Duschen und Umkleiden erweitern. Diesen an uns herangetragenen Vorschlag können wir als Beirat Ü60 absolut unterstützen – würde es doch die Beseitigung mehrerer Kritikpunkte bedeuten.




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