Alles Detten zu Gast bei… Ludger Plugge

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Ruhig und gelassen, das Leben genießen, – das scheint ein Wahlspruch von Ludger Plugge zu sein, ihn bringt nichts so wirklich aus der Ruhe. Ludger Plugge ist seit November letzten Jahres offiziell Rentner, genießt jetzt in einem schönen Häuschen im Baugebiet Biekmeresch seinen (Un-)Ruhestand. Dieses Baugebiet, in dem der heute 64-jährige, als er noch bei einer hiesigen Bank beschäftigt und für Baufinanzierungen zuständig war, so manches Projekt begleitet hat.

Plugge ist gebürtiger Emsdettener, ne echte Berger Jung, – war bei den Berger Schützen sechs Jahre Kassierer im Vorstand der Gesellschaft und ist aktuell 2. Vorsitzender des Heimatbundes, – einen Job den er eigentlich garnicht wollte. Sein Schwerpunkt liegt vielmehr darin, so lange es eben möglich ist, die plattdeutsche Sprache lebendig zu halten. Von Kind auf gesprochen hat er es eigentlich nie, und auch das Gespräch mit AllesDetten findet in Hochdeutsch statt, obwohl Platt kein Problem gewesen wäre. Plugge kennt Platt vom Hören in seinem Elternhaus, erst spät kam er dazu, es selber zu sprechen. Da er immer schon einen Hang zum Schreiben hatte, Gedichte verfasste, war es dann naheliegend, dass er auch bei seinen Texten jetzt in plattdüütsk agieren wollte. Willi Kamp war ihm da sehr behilflich, der von Kamp gesammelte Wortschatz der speziellen plattdeutschen Begriffe, die es im Hochdeutschen häufig so gar nicht gibt, ist schier unerschöpflich. Mittlerweile ist Plugge auch bei den Tüüners, einem Kreis innerhalb des Heimatbundes, der Gedichte und Texte erstellt und von Zeit zu Zeit auch in Büchern veröffentlicht. Von Zeit zu Zeit ist Plugge auch als Kiepenkerl unterwegs, er leitet den plattdeutschen Morgen des Heimatbundes, der vierteljährlich stattfindet, im Wechsel mit HeiJo Tillmann den monatlichen Küeraobend und schreibt plattdeutsche Kolumnen. Im vergangenen Jahr hat Plugge eine Tour durch die Emsdettener Seniorenheime gemacht, dort Dönekes und Vertellsels vorgetragen. Die für 2020 geplanten Auftritte fielen leider der Corona-Pandemie zum Opfer. Ebenso kann der Plattdeutsch-Lese-Wettbewerb des Kreises Steinfurt in diesem Jahr nicht stattfinden, Plugge hatte verschiedene Emsdettener SchülerInnen auf die Teilnahme vorbereitet. Auch der sonst regelmäßig Fahrdienst, den er für die caritas übernimmt, findet im Moment nicht statt.

Neuerdings ist „Ludger Plugge“ auch als account auf facebook zu finden. Er ist da recht aktiv und stellt die Rechtschreibprüfprogramme mit seinen plattdeutschen Beiträgen immer wieder vor große Herausforderungen.

Und zum Abschlus gab Ludger Plugge uns noch einen Spruch mit auf den Weg:

Wel sick söws kiëdeln kann, de kann lachen, wann he will. 
(unbekannter Verfasser)

Dank di, Ludger, datt Du denn Spaß metmaakt häss un AllesDetten so viell von di vertellt häss.

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