Zum Jahresende zeichnet sich für den TVE eine bittere Serie ab

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Dem TV Emsdetten gelang bei den Eulen Ludwigshafen kein guter Jahresabschluss. Ohne Zuschauer in der Friedrich-Ebert-Halle wurde ein Sieg am zweiten Weihnachtstag mit 26:34 Toren klar verpasst.

In den vergangenen beiden Spielen hatte der TVE Probleme ins Spiel zu kommen und rannte jeweils sehr früh einem drei Tore Rückstand hinterher. Dies gelang heute besser. Maurice Paske mit einer ersten Parade und Yannick Terhaer mit zwei Toren sorgten für einen guten Start in die Partie. Die Eulen ihrerseits hatten zu beginn der ersten Hälfte selbst noch etwas Probleme im Spielaufbau. Und so kam es, dass bei beiden Mannschaften mal ein Ball auf der Tribüne landete.

Es dauerte etwa zehn Minuten, bis die Gastgeber anfingen ihre Stärken richtig auszuspielen. Mit Würfen aus der Distanz, scharf und fest geworfen, feuerten sie immer wieder aus ihrem bärenstarken Rückraum auf das Tor von Maurice Paske. Yannick Terhaer mit zuverlässiger Wurfquote sowie Maurice Paske im Tor war es zu verdanken, dass man das Spiel bis zur Mitte der ersten Halbzeit offen halten konnte. Erst nach 23 Minuten sorgte der heute immer anspielbare Alexander Falk das erste Mal für einen vier Tore Rückstand aus Sicht des TVE.

Gästetrainer Sascha Bertow brachte nun den erfahrenen Anton Runarsson in die Partie, um den Spielaufbau zu unterstützen und dem Team mehr Sicherheit zu geben. Es gelang, bis zur Pause den vier Tore Rückstand zumindest zu halten. Mit 16 zu 12 ging es in die Kabine.

In der Halbzeit hatte sich das Trainerteam zusammen mit den Spielern wohl vorgenommen, den ballführenden Gegner mehr unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Frederic Stüber fasste sich ein Herz und konnte bei drei Würfen auf den Kasten der Eulen alle drei Würfe zu Toren ummünzen, was die Emsdettener wieder etwas heran brachte. Leider hatte das Team von Trainer Ceven Klatt auf jede Aufgabe die ihm die Grün Weiße Deckung stellte, eine Antwort. Der Rückraum feuerte weiter wie ein Uhrwerk harte Bälle aufs Tor, und die Anspiele am Kreis waren trickreich und zuverlässig. Auch der Torhüterwechsel auf Emsdettener Seite zu Oliver Krechel sollte sich heute nicht auszahlen.

Zwölf Minuten vor Schluss bewiesen die Handballer aus Emsdetten noch einmal ihr Kämpferherz und kamen auf drei Tore heran. Die Möglichkeit den Vorsprung weiter schmelzen zu lassen, wurde durch ein Missverständnis von Darko Dimitrievski und Dirk Holzner nicht genutzt. Der Ball trudelte einfach ins Aus.

Sascha Bertow ließ die Abwehr nun wieder offensiv agieren. Schnelle Tore mussten her, wenn das Spiel noch einmal spannend werden sollte. Die Eulen spielten nun aber ihre Klasse aus und ließen sich nicht in die Falle locken. Ein ums andere Mal kamen schöne Anspiele ans Ziel und der Ball ins Tor. Auch die Außenpositionen wurden bei den Gastgebern immer wieder mit einbezogen. Man ließ keinen Zweifel daran aufkommen, wer hier als Sieger aus der Halle gehen sollte. Der einzige Akteur auf Seiten des TVE der den heutigen Tag in guter Erinnerung behalten könnte, wird Leon Goldbeck sein. Der erst 20-Jährige erzielte das letzte Tor seines Teams im Spiel, welches sein erstes Tor in der 2. Handball Bundesliga ist.

Am Ende steht ein hochverdienter 34:26 Sieg auf der Anzeigetafel. Der TV Emsdetten muss damit drei Niederlagen in Folge mit ins neue Jahr nehmen und kann sich nicht von den unteren Tabellenplätzen distanzieren. Die Rückrunde wird noch ein heißer Tanz werden, der den Handballern aus der EMS-Halle alles abverlangen wird.

Die Spielpause kommt dem Team sehr gelegen. Das fehlen von Gabor Langhans ist in jedem Spiel zu merken. Der Erfahrene Rückraumspieler wird im Spiel des TV schmerzlich vermisst. Dirk Holzner hatte heute einen besseren Tag als noch gegen Aue, ist aber weiterhin nicht in der Form, wie er sie bestimmt selbst gerne hätte. Es heißt nun Akkus aufladen, regenerieren und die immer noch gute Ausgangsposition nutzen um in der Rückrunde für neue Überraschungen zu sorgen.

Statistik:

Maurice Paske   8 Paraden
Oliver Krechel   1 Parade
Yannick Terhaer   8 Tore (3 verwandelte Siebenmeter)
Darko Dimitrievski   3 Tore, 1 Zeitstrafe
Jakob Schwabe   1 Tor
Marcel Schliedermann   1 Tor
Dirk Holzner   5 Tore
Frederic Stüber   3 Tore – 1 Zeitstrafe
Rene Mihaljevic   1 Tor
Anton Runarsson   1 Tor
Maximilian Nowatzki   2 Tore, 1 Zeitstrafe
Leon Goldbeck   1 Tor

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