Wohnungseinbrüche in der dunklen Jahreszeit beschäftigen Polizei und Opfer

0
330

Altenberge, Greven, Hörstel, Laer, Lotte und Saerbeck – das sind nur einige Orte im Kreis Steinfurt, in denen in den letzten Tagen und Wochen seit Beginn des neuen Jahres in Wohnhäuser eingebrochen wurde. Ganz aktuell sucht die Polizei Zeugen im Zusammenhang mit zwei Einbruchsdelikten in Hörstel und Lotte am Donnerstag (20.01.22) beziehungsweise in der Nacht zu Freitag (21.01.22). In den meisten Fällen hebelten die Täter Fenster oder Terrassentüren auf oder schlugen Scheiben ein, um in die Häuser zu gelangen. Hinzu kommen diverse Einbruchsversuche. Das Thema Wohnungseinbruch beschäftigt die Polizistinnen und Polizisten der Kreispolizeibehörde in der dunklen Jahreszeit von November bis Februar verstärkt, aber nicht nur dann. Die Tatorte aufsuchen, Spuren sichern, Zeugen vernehmen – die Ermittlungsarbeit ist aufwendig. Hinzu kommt der Schaden für die Opfer von Einbrüchen. Nicht nur der reine Sachschaden – kaputte Türen und Fenster, zerstörte Einrichtungsgegenstände, gestohlenes Hab und Gut – ist schlimm. Das ungute Gefühl, dass jemand Fremdes ins eigene Heim eingedrungen ist, bleibt häufig lange hängen.

Daher möchte die Kreispolizeibehörde aus gegebenem Anlass Tipps geben, wie man sich gegen Einbrecher schützt.

Einbrecher steigen zu jeder Tageszeit in Häuser und Wohnungen ein. Jedoch geschieht es in mehr als 80 Prozent der Fälle tagsüber, wenn die Bewohner bei der Arbeit, zum Einkaufen oder gar im Urlaub sind. In den Wintermonaten nutzen die Täter die früh einbrechende Dunkelheit – daher die häufig höheren Zahlen in der dunklen Jahreszeit. Die Täter wollen den Bewohnern möglichst nicht begegnen und haben es sehr eilig. Daher brechen sie ab, wenn der Zugang zum Gebäude zu schwierig oder nicht möglich ist. Es ist daher durchaus effektiv und sinnvoll, den Einbrechern den Zugang zu Haus oder Wohnung möglichst schwer zu machen. Wer einige Tipps berücksichtigt, kann sich schon kurzfristig besser schützen.

   - Schließen Sie Ihre Haus- und Wohnungstür ab, auch wenn Sie nur 
     kurz weggehen.
   - Lassen Sie bei Türen mit Glasfüllung den Schlüssel niemals von 
     innen stecken.
   - Halten Sie Türen und Fenster von Kellern und Dachböden stets 
     verschlossen.
   - Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren - auch 
     gekippte Fenster sind für Diebe wie offene Fenster.
   - Deponieren Sie ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals im 
     Freien. Einbrecher kennen jedes Versteck!
   - Halten Sie die Hauseingangstür in Mehrfamilienhäusern auch 
     tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie 
     öffnen.
   - Tauschen Sie bei Verlust Ihres Schlüssels unverzüglich den 
     Schließzylinder aus.
   - Lassen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus bei längerer Abwesenheit 
     bewohnt erscheinen. Lassen Sie den Briefkasten von Nachbarn oder
     Freunden leeren. Rollläden sollten zur Nachtzeit - und nach 
     Möglichkeit nicht tagsüber - heruntergelassen werden. Lassen Sie
     zum Beispiel über Zeitschaltuhren ab und an Lichter im Haus 
     brennen. Das suggeriert Anwesenheit.

Besser ist es noch, das Haus oder die Wohnung durch Sicherheitstechnik vor Einbrechern zu schützen. Eine mechanische Sicherheitstechnik ist die Basis für einen soliden Einbruchschutz. Darüber hinaus gibt es elektronische Einbruchsschutztechnik. Angriffspunkte für Einbrecher sind leicht zu erreichende Fenster und Fenstertüren, Haus- und Wohnungseingangstüren sowie Kellerzugänge. Lassen Sie – geprüfte und zertifizierte – Sicherheitstechnik fachgerecht von einem Unternehmen montieren. Das Landeskriminalamt NRW führt einen Adressennachweis von Unternehmen, die diese Sicherheitstechnik einbauen: https://polizei.nrw/artikel/einbruchschutz-0

Auch die Polizei vor Ort berät in Sachen Einbruchsschutz – kostenlos und neutral. Lassen Sie sich von den Beamten des Kriminalkommissariats Kriminalprävention und Opferschutz in Rheine beraten: https://steinfurt.polizei.nrw/artikel/technische-sicherheitsberatung-einbruchschutz

Viele wichtige Informationen rund um das Thema sowie Broschüren, Flyer und Adressen finden Sie außerdem im Internet unter folgenden Links:

   - Polizeiliche Kriminalprävention von Bund und Ländern: 
  https://www.k-einbruch.de/
   - Landesweite Präventionskampagne "Riegel vor": 
  https://polizei.nrw/artikel/riegel-vor-sicher-ist-sicherer
   - Netzwerk "Zuhause sicher":  
  https://www.zuhause-sicher.de/einbruchschutz/

Kommentieren Sie den Artikel

Kommentare ohne Hinweis auf den Verfasser (vollständiger Klarname) oder gar mit vorsätzlich falscher E-Mail-Adresse werden nicht veröffentlicht!

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein