Wir sind dankbar für die enorme Hilfe die wir erfahren dürfen

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Kai Balschun bezeichnet sich selber als Kämpfernatur.

Kai Balschun ist Mieter und Bewohner des Anwesens, welches in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu einem Großteil Opfer der Flammen wurde. Das heißt, bewohnen darf er es jetzt erstmal nicht mehr, die Stallungen sind von der Polizei gesperrt, dürfen ebenso wenig betreten werden wie der Dachstuhl über den Wohnungen. Zur Brandursache konnte die Kriminalpolizei noch keine Aussage machen.

Durch ungewöhnliche Geräusche war Balschun aus seinem leichten Schlaf gerissen worden. „Um 23:46 Uhr hab ich den Notruf abgesetzt, noch vor Mitternacht waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort.“ Mit Eintreffen der Feuerwehr setzte dann deren Maschinerie ein. „Da hätten wir nur im Weg gestanden, so dass uns die Polizei auch geraten hat, den Brandort zu verlassen.“ Noch in der Nacht konnten die Bewohner bei Freunden unterkommen. Ihnen wird ab Montag ein Appartement durch die Versicherung zur Verfügung gestellt. Ihnen wurden bereits Gelder zur Verfügung gestellt, dass zwingend notwendige Anschaffungen gemacht werden konnten, hatten Sie doch nur das bei sich, wie sie des nächtens ihr Schlafzimmer verlassen haben. Die Wohnungen sind zwar nicht direkt vom Feuer heimgesucht, aber durch den Rauch verrußt und durch die Decke tropft „die braune Plörre“, – Löschwasser. Das gesamte Inventar dürfte somit auch nicht mehr brauchbar sein. Erst vor drei Wochen hatte Balschun die Renovierungsarbeiten der letzten Räume fertiggestellt. Zusammen mit der Polizei konnten dann am Freitag wichtige Dokumente und Wertsachen gesichert werden.

Eine Situation, die sich niemand wünscht, vor der jeder Angst hat. In so einem Moment schwirren panikartig tausend Gedanken durch den Kopf, auf so etwas ist man nicht vorbereitet, da gibt es keine ToDo-Liste, die man einfach abarbeiten kann.

Froh ist man erstmal über den Umstand, dass körperlich niemand zu Schaden gekommen ist. Die Person mit Rauchgasvergiftung aus der Nachbarwohnung konnte bereits nach einer Stunde wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sie hatte noch versucht eine Katze zu retten. Bei all der Perspektivlosigkeit, die aktuell um sich greift, gibt einem der Zuspruch und die Hilfe, die Kai Balschun bislang erfahren durfte, Hoffnung, positiv nach vorne zu blicken.

 

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