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Samstag, Juli 4, 2026
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…what a wonderful Rosenstraße…

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(Foto: Schwegmann)

„Damals, 1951, sahen die Vorgärten noch anders aus – und übrigens auch die Frisuren…“, wusste Stefan Untiet, 1. Vorsitzender des Rosenclubs in seiner Festansprache zum 75-jährigen Bestehen von seiner Sichtung der alten Fotoalben zu berichten. „Sicher, – es gab auch schon mal Ärger, wenn am Samstagmorgen um 7 Uhr jemand mit dem Rasenmäher seine Runden drehte… – Rosen haben eben manchmal auch Dornen…“ – aber: „Wer seit einem ¾-Jahrhundert in dieser Verbundenheit zusammensteht, gemeinsam feiert, sich hilft und voeinander weiß, der hat alles richtig gemacht.“, ergänzt dann später Bürgermeister Oliver Kellner in seinem Grußwort. Die Vereinigten Schützengesellschaften, vertreten durch deren Vorsitzenden Rainer Müllmann, sowie die Karnevalsgesellschaft KGE, vertreten durch Christoph Hemesath, überbrachten ebenfalls Glückwünsche.

Am Freitagabend bildete ein kurzer und knackiger, von Uli Grewe moderierter Komers den festlichen Auftakt zum Jubiläumswochenende. Ein Abend der geprägt war von zahlreichen Anekdoten von der Gründung des Rosenclubs bis zum jetzigen Jubiläum. Legendär Giselas Hüftschwung zu Modern Talking’s „You’re my heart – you’re my soul“, damals zu später Stunde auf dem Tisch, heute mit über 80 „nur“ noch auf der Bühne aber immer noch mit dem gleichen Elan.
Wer glaubt, „Radio Ga Ga“ im ¾-Takt geht nicht, der war noch nicht in der Rosenstraße – hier wird zu allem geschunkelt, was irgendwie zusammenhängende Töne von sich gibt. „Radio Ga Ga“ war nur einer der vielen Queen-Klassiker, die an diesem Abend als Show-Höhepunkt von „The Royal Squeeze Box“ live und unplugged interpretiert wurden. Wer dabei die Augen schloss, hatte das Gefühl, Freddy Mercury himself steht live-haftig vor ihm. „Under Pressure“, „Don’t stop me now“, „Bohemian Rhapsody“, „Bicycle“ und „We are the champions“ – dürften heute noch wieder für Gänsehaut sorgen.
Ebenso nah am Original: „What a wonderful World“ von Louis Armstrong, – gestern gesungen von Uli Grewe. Aber eben nur nah am Original (also die Stimme passte definitiv, als sei sie gerade frisch geteert…) , aber beim Text wurde aus „World“ „Rosenstraße„, – aber das ist ja dann irgendwie doch auch wieder das Gleiche…

Musikalisch sind die „Rosen“ eh ganz weit vorne, haben sogar ihr eigenes Karnevalslied, welches an diesem Abend natürlich ebenfalls gesungen wurde. Rosenclub-Urgestein Karl Untiet höchstpersönlich stimmte an.
Rosenclub-Ehrenvorsitzender Georg Grewe hatte am Vorabend selber seinen 75. Geburtstag, – natürlich gab es hier das spontane Ständchen „Happy Birthday“ – ein Klangkörper aus etwa 100 sangesfreudigen Kehlköpfen ließ das Festzelt erbeben.
Der Auftritt der Rosenclub-Boygroup, die wahrlich das Letzte aus sich herausholte, brachte gleich zu Beginn die Erkenntnis „Hier passiert heute etwas ganz Großes!“

Viele ehemalige Bewohner der Rosenstraße waren anwesend, lernten auf diese Weise ihre Vor- oder Nachmieter kennen, schwelgten in Erinnerungen, weil sie in dieser Straße gemeinsam die Kindheit verbracht haben.

Heute, am Samstag, wird dann der 74. Vogelkönig und 17. Kaiser (wird alle drei Jahre aus den Reihen der ehemaligen Könige) des Rosenclubs ermittelt. Am Sonntag kommt der 28. Kinderkönig dazu.
Wir wünschen dem Rosenclub… dass heute der Rasenmäher in der Garage bleibt… – Viel Spaß beim Schützenfest!

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