Westumer Frühschoppen bei blauem Himmel und Sonnenschein

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(Foto: Westumer Schützengesellschaft)

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein – absolutes Traumwetter für einen karnevalistischen Open-Air-Frühschoppen. Auch wenn sich die schockierenden Ereignisse in der Ukraine und die anhaltenden Belastungen durch die Pandemie nicht ganz wegschieben ließen: Ein paar unbeschwerte Stunden wollten sich die Närrinnen und Narren der Westumer am Sonntag nicht nehmen lassen. Statt gewohnt großem Frühschoppen in der Mehrzweckhalle am Martinum gab’s am Sonntag eine kleinere Variante: Open Air auf dem Parkplatz vom Schuhhaus Hölscher. Begonnen wurde das Event direkt mit einer echten Neuentdeckung: Gastgeberin Marlies Hüser hatte wenige Tage zuvor auf dem Instagram-Account ihres Schuhhauses eine närrische Rede vorgetragen (auf westumer.com kann diese noch angeschaut werden). Stefan Lüke als Präsident des Westumer Karnevalskomitees war sofort klar: Die muss auf die Bühne!

Anschließend gehörte eben diese Bühne vor allem den Jubilaren der ältesten Schützengesellschaft Emsdettens. Wolfgang und Inge Albers als 25-jähriges Jubelprinzenpaar hatten gleich den ganzen Jubelelferrat im Gepäck und riefen fröhlich ihr damaliges Motto heraus. „Mein Motto, daran kann ich mich nicht mehr erinnern“ musste daraufhin der 50-jährige Jubelprinz Paul Hölscher gestehen. Dafür wusste er aber noch Anekdoten aus seiner Regentschaft zu berichten. Eine Parallele zu seiner Session sah der 60-jährige Jubelprinz Paul Tillmann: Damals fand ebenfalls kein Rosenmontagszug statt, die Sturmflut in Hamburg gab damals Anlass zur Absage. Und heute? „Auch ohne Corona wäre der Umzug dieses Jahr vermutlich ausgefallen“ mutmaßte KGE-Präsident Helmuth Schäckel mit Blick auf den russischen Präsidenten. Mehrfach kam an diesem Sonntag die Situation in der Ukraine zur Sprache. So auch beim Besuch des Stadtprinzen samt Stadtelferrat. Dieser war mit bunten Regenbogenfähnchen ausgerüstet, die unter den feiernden Närrinnen und Narren verteilt wurden. „Das geht raus an Putin, die alte Drecksschippe“ moderierte DJ Markus dann „Regenbogenfarben“ von Kerstin Ott an. Während die Zeilen „Kommt lasst die Welt erstrahlen, in Regenbogenfarben, man sieht sie überall“ über den Parkplatz voller Regenbogenfahnen schallte, lief Hans-Georg Wiese mit einer Spendendose herum. Jene Dose füllte sich schnell und soll nun zeitnah an eine Organisation übergeben werden, die sich für die Menschen in der Ukraine engagiert.

Apropos engagiert: Diese Eigenschaft ist in Westum gut vertreten, wie die weitere Ordensvergabe bewies: Vertreterinnen und Vertreter der beiden Spielmannszüge und des Wagenbaus (zum 70. Jubiläum übrigens erstmals mit weiblicher Unterstützung im Team) sowie des Kinderkarnevals und vom Westumer Vorstand, ohne den diese Veranstaltung nicht funktioniert hätte, durften sich einen Sessionsorden abholen. Diesen Orden – erneut stammt das Schmuckstück aus der Feder von Jörg Erke – ziert in der Session 2022 auch das Claim „Westum, unsere Liebe“ aus dem Refrain des Elferratsliedes des amtierenden Westumer Saalprinzenpaares Michel I. Jürgens und Marie II. Heitjanns, die auch im dritten Jahr ihrer Regentschaft noch voller Motivation und karnevalistischer Freude stecken. Dass ebendieser Hit am Sonntag mehrfach über den Parkplatz von Schuh Hölscher schallte, muss wohl nicht weiter erwähnt werden.

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