Wenn der „Sound of Silence“ ganz laut wird… – EMS-Highlander begeistern beim Jubiläumskonzert

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(Foto: Schwegmann)

Den „Sound of Silence“, den Klang der Stille, das, was man hört, wenn man eigentlich nichts hört, mit einem Dudeksack, dem spontan wohl lautesten Instrument ever in Verbindung zu bringen, dazu gehört schon eine Menge Mut. Dieses weltbekannte Stück, ursprünglich von Simon & Garfunkel gesungen und dann einige Male gecovert, dann auch noch mit einem Dutzend Dudelsäcken und einer BigBand im Nacken zu interpretieren, dazu gehört dann schon ein gesundes Maß an Selbsteinschätzung. Aber es hat geklappt, zugegeben in den Anfängen etwas schwerlich, als sie sich dann aber alle wiedergefunden haben, war der Moment erreicht, den man sonst bei diesem Lied von der ersten Sekunde an erlebt: zurücklehnen, Augen schließen und genießen. Entsprechend fiel auch speziell bei diesem Stück der Applaus einen My höher aus, als bei allen anderen Programmpunkten, wo die Begeisterung des Publikums eh schon brodelte und zum Finale (Highland Cathedral) gar in stehenden Ovationen endetete, so dass die „vorsichtshalber mal eingeplante Zugabe“ ein zwingendes Muss wurde.

Etwas über 1.000 Menschen haben gestern das grandiose Jubiläumskonzert der EMS-Highlander in der EMS-Halle genossen. Das 20-jährige Bestehen sollte eigentllich schon vor zwei Jahren gefeiert werden. Corona hat immer wieder für Aufschub gesorgt, so dass heuer das 22-jährige gefeiert werden konnte. Somit ist es dann aber auch nicht mehr so lange hin bis zum nächsten Jubiläum und dem damit verbundenen Konzert, dem Vierteljahrhundert.

Dann vielleicht auch mit Joschy Wolters, der eigentlich die Moderation übernehmen sollte, sich aber leider im Laufe der Woche krank melden musste. Für ihn ist Profi-Piper Axel Römer eingesprungen, der somit natürlich nur kurze Zeit zur Vorbereitung hatte.

„Scotland the Brave“ zum Einzug, „Air of Arrogance“, „Sands of Kuwait“, „Mull of Kintyre“, „Hector the Hero“, das Steigerlied „Glück auf“, natürlich „Amazing Grace“, „Bells of Dunblane“ und zum Abschluss „Highland Cathedral“ um nur einige Pipes & Drums-Klassiker zu nennen, wurden eingerahmt von Stücken der AJG-BigBand des Arnold-Janssen-Gymnasiums, oder auch den McArthur-Dancers, einer Gruppe Tänzerinnen die sich beeindruckend dem schottischen und irischen Volkstanz verschrieben haben. Auch sie ernteten Begeisterungsstürme des Publilkums.

Ein besonderer Abend für Rudi Halsinger. Halsinger ist der einzige in der aktuellen Gruppe, der noch zu den Gründungsmitgliedern gehört. Für ihn hatte Pipe-Major Sebastian Thomas ein Present bereit. Halsinger ist zunächst selber als Piper gestartet und hat gestern als Drum-Major seine Karriere bei den Ems-Highlandern beendet.

Fast dreieinhalb Stunden Programm ist schon anspruchsvoll, niemandem im Publikum ist aber auch nur ansatzweise der Gedanke gekommen „so langsam….“ Die ca. 70 Akteure auf dem Feld wo sonst die Handballer des TVE agieren sorgten durch die Bank für zufriedene Gesichter als die Zuschauer die Halle verlassen haben. Da trafen sie übrigens gerade auf den Fan-Bus der vom Spiel des TVE in Krefeld zurück kam. Das Spiel wurde leider verloren und so mischten sich dann zwei Gefühlslagen.

 

 

 

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