Wenn ab Montag auch in Reckenfeld wieder mehr Geschäfte öffnen dürfen….

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Wappen Reckenfeld

Das Land NRW hat heute auf Basis der Vereinbarungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Ministerpräsidenten der Länder zwei wichtige Rechtsverordnungen angepasst. Die Änderungen treten am Montag in Kraft. In Greven werden dann wieder sehr viele Geschäfte die Möglichkeit haben, zu öffnen. Es gelten allerdings strenge Regeln, an die sich alle Geschäftsinhaber, aber auch die Kundschaft, halten müssen.

Dabei gilt vor allem das Grundprinzip, dass immer und zu jeder Zeit gewährleistet sein muss, dass einzelne Personen untereinander mindestens 1,5 Meter Abstand halten, um ein Infektionsrisiko mit dem Corona-Virus zu minimieren. Deshalb darf maximal eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche in ein Geschäftslokal. Die Geschäftsinhaber in Greven sind vom Krisenstab und der Wirtschaftsförderung der Stadt Greven umfassend informiert worden und werden dafür Sorge tragen, dass die maximal zulässige Zahl von Kunden in einem Geschäft nicht überschritten wird. Doch Cosimo Palomba, den Ersten Beigeordneten der Stadt Greven, treibt eine andere Sorge um: Wenn sehr viele Besucher in die Innenstadt strömten, was prinzipiell natürlich für die Geschäfte zu begrüßen sei, dann komme es unweigerlich dazu, dass mehrere Personen vor einem Geschäft warten müssten, bis sie es betreten dürfen. Deshalb appelliert Palomba an die Disziplin insbesondere der Innenstadt-Besucher: „Bislang haben sich die Menschen in Greven toll an die Kontaktbeschränkungen gehalten. Auch wenn jetzt die Zügel etwas gelockert werden, so bleiben diese Grundregeln ganz, ganz wichtig: Wir müssen den Mindestabstand von 1,50 m von Person zu Person einhalten, regelmäßig die Hände waschen und die Hus- und Nießetikette beachten. In einer möglicherweise gut besuchten Innenstadt gilt das noch viel mehr. Ich bitte daher alle Besucher, sich an die Regeln der Geschäftsinhaber zu halten und darauf zu achten, dass sich keine Schlangen vor den Geschäften bilden. Im Zweifel gehen Sie einfach erst mal weiter und versuchen Ihr Glück später noch einmal. Aber ich bin mir sicher, da kann ich mich auf die Grevenerinnen und Grevener verlassen.“ Palomba erinnert auch an die „dringende Empfehlung“ der Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten: „Allen Grevenern empfehlen wir ausdrücklich, beim Einkauf zum Schutz der Mitmenschen einfache Masken oder Schals als Mund- und Nasenschutz zu verwenden!“

Kritisch sieht der Krisenstab der Verwaltung die Regelung, dass Geschäfte mit einer regulären Verkaufsfläche von mehr als 800 qm Verkaufsfläche restriktiv geschlossen werden sollen. Dazu der Erste Beigeordnete: „Diese Regelung betrifft in Greven genau ein Geschäft, während allerdings ein Baumarkt oder Möbelhäuser mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche öffnen dürfen. Warum man diese Regelung so restriktiv getroffen hat, erschließt sich mir und meinen Kollegen im Krisenstab überhaupt nicht – das können wir auch niemandem vermitteln. Wir hätten uns stattdessen die Flexibilität gewünscht, dass wir mit solchen Geschäftsinhabern vereinbaren können, dass sie ihre Verkaufsfläche auf unter 800 qm beschränken.“ Auch die Landräte im Regierungsbezirk Münster kritisieren diese Regelung und haben sich bereits in einem gemeinsamen Brief an das zuständige Gesundheitsministerium gewandt. Diese Regelungsbefugnis gehöre in die Hände der Ordnungsbehörden vor Ort, die das Einhalten der Regeln ohnehin zu überwachen hätten.

Dennoch freut sich Palomba, dass „das Leben des Einzelhandels in Greven wieder Fahrt aufnimmt“. Das sei überlebenswichtig für die Inhaber, sichere Arbeitsplätze und biete insbesondere den Grevenern in einer attraktiven Innenstadt etwas Abwechslung in schwierigen Zeiten.

Informationen zu den Geschäften, die wieder geöffnet werden dürfen und alle weiteren Infos zur Pandemie gibt es unter www.greven.net/corona.

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