Weg im (um) Baum

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(Foto: Beschlussvorlage Stadt Emsdetten)

Heiß diskutiertes Thema im Ausschuss für Infrastruktur (AI): der eine bestimmte Baum im Park von Hof Deitmar. Der Baum, der nicht im sondern auf dem Weg steht (Anm.: genauer gesagt ist ein Großteil sogar unter, ein noch größerer Teil aber über dem Weg).

Zum Sachverhalt: Im Rahmen der Neugestaltung des Parkgeländes hinter (oder neben?) Hof Deitmar und rund um Backhaus und Konzertmuschel war nach den ursprünglichen Planungen ein Baum abgängig. Der frei gewordene Standort wurde für die neue Wegeführung genutzt. Im Rahmen der Ausführungsarbeiten stellte man aber fest: der Baum ist erhaltenswert, bleibt also stehen. Der Weg wird trotzdem ausgebaut. Das hat natürlich zur Folge, dass der Baum Bestandteil des Weges ist. Ein bißchen Weg geht rechts daran vorbei, etwas mehr geht links daran vorbei.

Die Fraktion der Grünen fand diese Lösung eher suboptimal, stellte Antrag, die Wegeführung abzuändern. Auch Anke Hackethal (SPD) befand, dass es sich hierbei nicht um die „eleganteste Lösung“ handelt, wollte es aber, um den Bäumen weiteren Stress zu vermeiden, hierbei belassen, schlug vor, jetzt in der dunklen Jahreszeit reflektierende Bänder anzubringen um den möglichen Gefahrenpunkt sichtbar zu machen.

Christoph Huesmann (Die Linke) versteht nicht, dass die Politik nicht informiert war: „Der Baum wurde nicht, wie geplant, gefällt. Somit ist eine neue Situation entstanden, die hätte beraten werden müssen. Stattdessen wurde einfach gehandelt.“

Maria Koordt (CDU) konnte nicht verstehen, warum der Punkt überhaupt auf der Tagesordnung steht, sie könne mit dem Zustand leben.

Josef Berkemeyer (Die Grünen) erkannte eine unbefriedigende Situation und zweifelte als Fachmann die Kosten an, die angeblich entstehen sollen, wenn man diesen Zustand wieder ändern wolle, suggerierte einen zu hohen Kostenansatz der möglicherweise eine Entscheidung beeinflussen solle.

Der Technische Beigeordnete Martin Dörtelmann gestand dann schlussendlich ein, dass bei derartigen unplanmäßigen Ereignissen keine ungewöhnlichen Maßnahmen mehr vorgenommen werden sondern zunächst die Politik informiert wird.

Gegen die Stimmen der Grünen wurde dann beschlossen, den Zustand so zu belassen.

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