Wandern mit Heike – Heute: 02 – Das Emsdettener Venn

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Das wohl ursprünglichste Gebiet in Emsdetten dürfte das Naturschutzgebiet „Emsdettener Venn“ sein. Eigentümer dieser Flächen ist der Kreis Steinfurt. Um das Venn herum gibt es eine Unmenge Sagen und Geschichten. Der Verkehrsverein bietet hier auch interessante Führungen an. Man kann sich natürlich auch selbständig auf Erkundungstour begeben. Entlang der ausgewiesenen Wege sind Schilder mit QR-Codes angebracht, mit Hilfe derer man zusätzliche interessante Informationen erhält.
Insbesondere auf dem Lehrpfad der als Stichweg direkt in das Moorgebiet hineinführt, wird zwingend gebeten, die ausgewiesenen Wege nicht zu verlassen. Hunde sind unbedingt an der Leine zu führen.

Die Strecke, die wir heute gehen ist knapp sieben Kilometer lang, 1,5 bis 2,5 Stunden sollte man dafür schon einplanen. Je nach Jahres- und Tageszeit kann es da schon passieren, dass zum Beispiel ein Schwarm Enten oder Wildgänse zum Landeanflug ansetzt, eine Entenfamilie auf den Gewässern paddelt oder Rehe aus sicherer Entfernung dem Geschehen zuschauen. Hoppelnde Häschen, quakende Frösche und manchmal leider auch stechende Mücken gehören zu den vielseitigen Erlebnissen bei einer Moorwanderung. Ein Fernglas sollte hier für besondere Momente unbedingt zum Gepäck gehören.

(Foto: Heike Miethe)

Start und Ziel ist der sogenannte Wanderpilz an der Neuenkirchener Straße. Hier ist auch das Abstellen eines Kraftfahrzeuges möglich. Da der Rundgang teilweise durch hohes Gras geht, welches nass sein kann, wäre festes Schuhwerk angebracht. Hier am Wanderpilz liegen Broschüren aus. Von hieraus sind eine rote und eine blaue Strecke ausgewiesen, denen man nur folgen muss.

Da in einem Moorgebiet das Wasser ja nicht wirklich versickert, kann es vorkommen, dass nach starken Regenereignissen der mittlere Teil unter Wasser steht und nicht begehbar ist. Gleiche Flächen waren in den vergangenen heißen Sommern aber auch schon mal nahezu ausgetrocknet.

Die „Vienndüwels“ des Emsdettener Heimatbundes kümmern sich vorbildlich um das Gebiet. Sie sorgen dafür, dass das Mobilar am Wegesrand immer instand gehalten wird, vor allem aber wird zum Beispiel mit Entbirkungsaktionen erreicht, dass das Moor nicht gänzlich verwildert und als letztes Naturschutzgebiet hier seinen mittlerweile 5.000 Jahre alten Status behält.

Der äußere Ring kann auch mit dem Rad erfahren werden. Um den inneren Teil zu erwandern, kann man die Räder am Aussichtsturm abstellen.
Ein Punkt, der überall wichtig ist, hier aber besonders: Es handelt sich hier um ein absolut erhaltungs- und schutzwürdiges Gebiet. Jedes noch so kleine Bonbonpapier hat hier nichts zu suchen. Auch Gartenabfälle, die hier schonmal am Wegesrand entsorgt wurden, gehören hier nicht hin.

Der dritte AllesDetten-Wandertag führt zum Hermeler See / Sinningen.

H I E R  geht es zu den bisher vorgestellten Wanderstrecken.

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