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Dienstag, Juli 14, 2026
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Unendliche Weiten…

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(Foto: Schwegmann)

…mag es den Anschein haben, leider jedoch ist das hier gezeigte, biologisch intakte Areal tatsächlich dann doch begrenzt. Das Emsdettener Venn. Und dass dieses Kleinod auch biologisch intakt bleibt, dafür sorgen alljährlich die „Vienndüwwels“. Von Mitte September bis Ende Februar sorgt die aktuell acht Mann starke Truppe (Hubert Kellers, Martin Ascheberg, Dieter Borgmann, Ludger Eilers, Heinz Bolik, Winfried Egbert, Franz-Leo Konermann und Ludger Lehmkuhl) dafür, dass dieses Gebiet regelmäßig entbirkt (gekusselt) wird. Torf gestochen werden darf hier bereits seit Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts nicht mehr, sichtbar sind aber noch immer die Gräben, die gezogen wurden um Felder trocken zu legen.

(Foto: Schwegmann)

An drei Tagen in der Woche ist die Truppe bereits morgens früh um acht Uhr in diesem unwegsamen Gelände unterwegs. „Heute hatten wir schon Frost“ weiß Ludger Lehmkuhl, Sprecher der Vienndüwwels, im Gespräch mit AllesDetten zu berichten.

Wenn die Sonne noch flach steht, der Bodennebel über die Gräser wabert, das hat schon was.

Mittlerweile sind jedoch Flächen begehbar (diese zu betreten ist aber nicht erlaubt), die vor zehn Jahren noch gänzlich unter Wasser standen. Die heißen Sommer der vergangenen Jahre sorgen leider dafür, dass das Gelände nach und nach austrocknet.
Die Arbeit die diese Ehrenamtler hier verrichten ist wichtig, damit auch in 50 und 100 Jahren dieses Naturschutzgebiet noch intakt ist, erst dann wird sich deren Einsatz wirklich bemerkbar machen, weil etwas erhalten werden konnte.

Über Jahrhunderte, vermutlich gar Jahrtausende wurde hier Torf gestochen um damit die Wohnunterkünfte zu heizen. Lehmkuhl weiß sogar noch aus seiner Kindheit zu erzählen, wie er hier den gestochenen Torf zu Türmen gestapelt hat, dann wurden sie zwischendurch mal umgeschichtet und ein halbes Jahr später konnten die getrockneten Stücke dann abgefahren werden.
Das Moor oder auch die Heidefläche hatte damals weit größere Ausmaße.  Noch heute gibt es in Hollingen eine Straße, die Lütkenheide heißt. Auf einer Katasterkarte aus dem Jahr 1828 ist zu erkennen, dass der Bereich um den heutigen Straßenzug Ableger des Emsdettener Venns war und als „lütke Heide“ (kleine Heide) bezeichnet wurde, daher die Namensgebung.

Was diese Strukturen zu bedeuten haben, darüber wird noch gerätselt.
(Foto: Schwegmann)

Bei dem Rückgang des Wassers ist jetzt noch ein seltsames Gebilde zu Tage getreten, welches auf den ersten Bllick an ein Fundament erinnert. Es liegt jedoch eigentlich mitten in einem Wasserloch und war somit nicht erreichbar, weil man in diesem Bereich garantiert im Moor versackt wäre.

Noch vor zehn Jahren stand das Gelände gänzlich unter Wasser. Hier deutlich zu sehen, wie der Stand in den vergangenen heißen Sommern deutlich zurückgegangen ist. (Foto: Schwegmann)

Bis Ende Februar werden sie hier noch aufräumen, danach machen sie der Tierwelt wieder Platz.

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