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Mittwoch, Juli 15, 2026
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Umgestaltung Sanduferplatz – macht die Politik einen Schritt zurück?

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Umdenken in Teilen der Politik was die Umgestaltung des Sanduferplatzes angeht. Hatte man sich in vorhergehenden Sitzungen noch mehrheitlich für einen der drei eingebrachten Vorentwürfe und damit für eine grundsätzliche Umgestaltung entschieden, wackelt diese Überzeugung jetzt in einigen Fraktionen.

Die Entscheidung für einen Vorentwurf hatte zur Folge, dass das Planungsbüro nts aus Münster mit der Erstellung eines detaillierten Entwurfs beauftragt wurde. Dieser wurde in der vergangenen Woche dem Ausschuss für Infrastruktur (AI) vorgestellt. Die Treppenanlage der Sparkasse soll zurückgebaut und damit der Platz vergrößert werden. Kfz-Verkehr wird auf ein Minimum beschränkt. Der Platz insgesamt durch weitere Bäume und Spielgeräte aufgewertet.

Der Aufenthaltswert insgesamt wird erweitert. Zudem wird das Erscheinungsbild dem Charakter der Kirchstraße, die sich aktuell im Umbau befindet, sowie dem geplanten Ausbau des „Buckhoff“  angepasst. Eine Oberflächensanierung dieses Areals wird so oder so in absehbarer Zeit anstehen.

Für die Maßnahme sind Zuschüsse aus Fördertöpfen in Aussicht gestellt. Die Sparkasse wird sich mit 50 % an der neuen Treppenanlage beteiligen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf  geschätzte 2,4 Mio €, abzüglich des Sparkassen-Anteils, abzüglich Zuschüsse aus Fördertöpfen.

Sascha Höcker (SPD) lobt die Pläne ausdrücklich, ebenso Reinhildis Thamm-Krake (SPD): „Die Pläne sind toll, sie enthalten ganz viele Details, die ich super finde. Wir haben in der Fraktion lange diskutiert, wollen das Vorhaben trotz der Qualität zunächst weiter nach hinten schieben. Wir empfinden das derzeit als Luxus.“

Stefan Schwamborn (Die Grünen) legt besonderen Wert darauf, dass das Gelände autofrei wird: „Der Bürgerbus darf fahren, Taxen zu den verschiedenen Praxen in der Kirchstraße, Anlieferverkehr für die Händler. Jeder weitere Verkehr (Anm. d. Red.: Durchgangsverkehr von Nordwalder Straße zur Karlstraße) soll möglichst vermieden werden.“ Dass die Kosten nicht ausufern dürfen, da stimmt Schwamborn zu, fragt aber gleichzeitig, was denn die Alternative wäre.

Daniel Hellwig (CDU) sieht diesen Platz für diese Kosten nicht. „Auch Fördermittel sind Steuergelder. Wir werden gegen den Ausbau stimmen.“

2017 hat es bereits Pläne für einen Ausbau gegeben mit erheblich geringerem Kostenrahmen. Philipp Bunse, Fachdienstleiter, führte aus, dass die Zahlen nicht vergleichbar seien, da es sich um zwei völlig unterschiedliche Planungen mit unterschiedlichen Maßnahmen handelt.

Rolf Ohde (Die Grünen) versteht nicht den Sinneswandel bei CDU und SPD nicht: „Ein Platz mit diesem Aufenthaltswert ist wünschenswert, wertet die Innenstadt auf.“

Christoph Huesmann (Die Linke) erklärt sich solidarisch mit den Plänen der Verwaltung: „Wir sehen die Gestaltung als sehr gelungen an. Auch wir wollen eine Innenstadt mit hohem Aufenthaltswert. Wir befürworten das Projekt trotz der Kosten, finden, dass es gut investiertes Geld ist.“

Bei fünf Gegenstimmen, zwei Enthaltungen und somit neun Befürwortern wurde dem Hauptausschuss in seiner heutigen Sitzung die weitere Bearbeitung der Planungen empfohlen. Auch hier wird es sicherlich noch Diskussionsbedarf geben.

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