Eine gute Halbzeit reichte dem TV Emsdetten um die Sportfreunde Söhre zu bezwingen. Das gelang am Ende deutlich mit einem 44:29 Auswärtserfolg. Doch danach sah es in Halbzeit eins bei weitem noch nicht aus.
Dass Bjarne Budelmann unter der Woche angeschlagen war wussten wir bereits. Schon vor der Partie vermeldeten wir im Liveticker, dass es für Budelmann nicht reichen wird. Er stand nicht zur Verfügung. Beim routinemäßigen durchgehen der Kader fiel uns auch auf, dass bei den Gastgebern die Nr. 70 fehlte. Und das war nicht irgendwer, das war Artjom Antonevitch! Der Dreh- und Angelpunkt des Spiels der Sportfreunde, der Top-Torschütze der Staffel! Ein herber Verlust für Söhre.
Der große Verlust fiel in die ersten Halbzeit jedoch kaum auf: Söhre hatte keine Angst vor dem großen Namen TV Emsdetten, nahm mutig selbst Tempo auf und zwang den TV Emsdetten in einfache Fehler. Die Anzahl der technischen Fehler, die der TVE sich im ersten Durchgang geleistet hat, dürften Trainer Lennart Lingener und seinem Team nicht gefallen haben.
Söhre spielte mutig, zog das Spiel vor allem über die Brüder Yannick und Niklas Ihmann auf und zwang den TV Emsdetten immer wieder in unangenehme Situationen hinein. Hatten die Emsdettener den Ball verloren, suchten die Gastgeber schnell den Abschluss und hielten hier gut mit. Zwischenzeitlich lagen die Gastgeber sogar kurzzeitig wieder vorn, nachdem Niklas Ihmann das 5:4 erzielt hatte. Mehr als eine zwei Tore Führung für den TV Emsdetten war in Halbzeit eins einfach nicht drin. Egal ob nach Tim Stefans Treffer zum 9:7 oder Dirk Holzners Treffer zum 10:8: Die zwei Tore Führung war immer nur eine Momentaufnahme. Die Emsdettener mussten mehrmals den Ausgleich schlucken, beispielsweise zum 11:11 nach 20 gespielten Minuten oder vier Minuten vor dem Pausenpfiff, als Philipp Klein zum 15:15 traf.
Mit dem Pausenpfiff bekam der TVE noch einen Siebenmeter, den Dirk Holzner zu einer schmeichelhaften 17:15 Halbzeitführung verwandeln konnte. Unser Linksaußen war mit insgesamt 10 Treffern (4 Siebenmeter) gestern Abend erfolgreichster TVE Werfer.
Im zweiten Durchgang zeigten die Dettener ein ganz anderes Gesicht. Vom Anpfiff an packte die Abwehr beherzter zu, die technischen Fehler verringerte die Mannschaft auf ein Minimum. Das wurde sofort mit einem 3:0 Tore-Lauf und einer fünf Tore Führung belohnt. Erst sieben Minuten nach Wiederanpfiff erzielten die Gastgeber in Halbzeit zwei ihren ersten Treffer aus dem Spiel heraus. Auch Zeitstrafen für Yannick Terhaer und Robin Jansen steckte das Team um Kapitän Jakob Schwabe problemlos weg. Der Vorsprung wude Stück für Stück in die Höhe geschraubt, und spätestens zehn Minuten vor dem Ende war dann an der Körperhaltung der Sportfreunde zu sehen: Das Team hat aufgegeben, das wird ein deutlicher Sieg des TV Emsdetten.
Und der TVE nutzte jetzt die sich bietenden Räume, spielte seine körperliche Überlegenheit aus und zeigte dass in Emsdetten einfach andere Trainingsmöglichkeiten als in Söhre herrschen. Sehr erfreulich: Außer unserem Torhüterduo Vukas/Krechel erzielten wieder alle Spieler des TV Emsdetten wenigstens ein Tor. Unter anderem feierte Marius Kluwe nach seiner langen Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback, erzielte noch drei Treffer für Emsdetten. Auch Julian Thomas fügte sich nach seiner Einwechslung gut ein, erzielte zwei Treffer. Einen legte er ganz cool in den gegnerischen Kasten.
Der 44:29 Sieg ist aufgrund der Leistung in der zweiten Halbzeit verdient. Trotzdem darf man sich beim TVE gern Gedanken machen, warum man sich wieder eine Halbeit lang solche Fehler im Spielaufbau leistet. Gegen die Sportfreunde Söhre reichte das heute noch zu einer knappen Halbzeitführung. Gegen Teams vom Kaliber Hildesheim reicht das nicht.
Am kommenden Sonntag braucht der TV Emsdetten dann vom Start weg eine Top Leistung. Der VFL Gummersbach schickt seine Youngsters zum Verfolgerduell. Der Tabellenzweite spielt gegen den dritten. Auch von diesem Heimspiel wird AllesDetten selbstverständlich berichten.
Der genaue Spielverlauf aus Söhre ist H I E R im LiveTicker nochmal nachzulesen.




Erneut sehr gut geschrieben
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