TVE-Derbysieg vor ausverkauftem Haus

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(Foto: Chr. Drab)

Dieses mal nicht! Bei den letzten drei Aufeinandertreffen konnte die Ahlener SG den TV Emsdetten stark unter Druck setzen, ließ ihn bis zur letzten Spielminute um den Derbysieg zittern. Das gelang am Freitagabend nicht, mit 33:20 Toren sahen die Zuschauer in der ausverkauften EMS-Halle einen klaren Sieger.

Die besondere Stimmung war schon vor dem Spielbeginn in der Halle zu spüren. Auch die Ahlener SG brachte Fans mit nach Emsdetten. Es war ein perfekter Rahmen für das Münsterlandderby.

Und die Gäste brachten einen Plan mit: Sie spielten ihre Angriffe so lange aus wie möglich, ließen sich auch nicht bei drohendem passivem Spiel aus der Ruhe bringen. Das Schiedsrichterduo spielte mit, ließ die Angriffe lange laufen und drohte erst spät die Angriffe abzupfeifen. Und selbst wenn der Arm oben war und das Zeichen kam, dass nur noch ein Pass erlaubt sei: Wurde ein Ahlener Spieler fest gemacht, durften sie es eben noch einmal mit nur einem Pass versuchen. Das war auch ok, denn das Schiedsrichterduo zog seine Linie durch, ließ auch den TV Emsdetten in Ruhe seine Angriffe aufbauen.

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Wirkung beim TVE hinterließ diese Spielweise trotzdem: die Mannschaft von Lennart Lingener kam so gar nicht in das für sie so wichtige Tempospiel. Nur zwei Tore erzielte sein Team in den ersten Zehn Minuten. Die Abwehr um Kapitän Jakob Schwabe stand gut, und trotzdem: 2:4 lautete der Spielstand nach zehn gespielten Minuten. Die Dettener mühten sich in dieses Derby hinein zu finden. Es war eine Abwehrschlacht, ein richtiges Kampfspiel.

Mit zunehmender Spielzeit gelang es dann besser, die Abwehr des Gegners zu überwinden. Der Spielstand wurde gedreht. Die Ahlener aber dachten nicht daran, sich hier auf einen offenen Schlagabtausch mit dem TVE-Express einzulassen. Der Spielstand gab ihnen ja auch Recht: Fünf Minuten vor der Pause stand es noch 9:9 Unentschieden. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte konnte der TVE das Tempo etwas anziehen, zog noch auf einen Pausenstand von 13:9 Toren davon. Das hätte durchaus auch knapper sein können wenn die Ahlener die Geschenke konsequent angenommen hätten, die Emsdetten ihnen anbot.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war die Marschroute für die Herzblut Handballer dann klar erkennbar: Mehr Tempo sollte es werden, man wollte sich hier auf keinen Fall darauf verlassen, dass die Gäste sich schon geschlagen geben würden.

Das gelang auch, denn der TVE zog nach Wiederbeginn gleich mal auf 19:11 davon. Das waren starke TVE Minuten! Einen erheblichen Beitrag leistete Ante Vukas, der für den am Freitag etwas glücklosen Oliver Krechel in das TVE Tor eingewechselt wurde. „King Ante“ hielt stark und leitete mit schnellen Bällen so manchen Gegenzug seiner Mannschaft ein.

Derbystimmung gab es auf den Tribünen und auch auf dem Spielfeld. Bei einem Gegenstoß wurde Robin Jansen zu Fall gebracht, blieb kurz liegen. Das nahm sein Gegenspieler Nico Horn zum Anlass neben ihm ein wenig zu gestikulieren. Jansen sah das und stellte den Kontrahenten emotional zur Rede. Die Situation wurde schnell vom Schiedsrichtergespann und den Mitspielern gelöst, Nico Horn für zwei Minuten zum abkühlen auf die Bank gesetzt. Auch Robin Jansen erhielt in der 42. Minute seine zweite Zeitstrafe. Der Niederländer ging sehr emotional zu Werke, zeigte immer vollen Körpereinsatz.

Eine Viertelstunde vor Schluss kam die Ahlener SG noch einmal auf sechs Tore heran, 20:14 stand es zu diesem Zeitpunkt. Das war es dann aber auch: Dem Tempospiel des TV Emsdetten hatten sie nicht mehr viel entgegen zu setzen, mussten zusehen wie die Hausherren bis zum Schlusspfiff Stück für Stück weg zogen. Auch ein Tor nach Kempatrick durch Julian Thomas durfte nicht fehlen, der TVE spielte jetzt ein wenig für die Galerie und feierte einen hochverdienten 33:20 Derbysieg.

Der genaue Spielverlauf kann H I E R im LiveTicker nochmal eingesehen werden.

Der TV Emsdetten hat nun ein Wochenende frei, bevor es am 24.3. mit der Partie bei der GSV Eintracht Baunatal weiter geht. Beim aktuell Tabellenzehnten müssen zwei Punkte her, um dann im Topspiel gegen Tabellenführer Hildesheim um die Poleposition spielen zu können.

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