TV Emsdetten empfängt ASV Hamm-Westfalen zum Derby in der EMS-Halle

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Das Hinspiel Anfang Oktober vergangenen Jahres war Auftaktspiel der Saison 2020/21, es war das erste Geisterspiel der Saison ohne Zuschauer und es war der Beginn der Serie die den TVE in den Tabellenkeller katapultierte.

Am Sonntag beginnt mit dem Westfalen-Derby TV Emsdetten gegen ASV Hamm die Rückrunde in der 2. Handball-Bundesliga. Immer noch als Geisterspiel, hoffentlich als Fortsetzung der jetzt positiven Serie: Seit drei Spielen ist der TVE ungeschlagen – nicht nur „einfach so“ ungeschlagen sondern jeweils mit einer überzeugenden Leistung siegreich.

Das Spiel der Grün-Weißen ist insgesamt schneller geworden, der Anwurf am Mittelkreis nach erhaltenem Gegentreffer ist häufig schon ausgeführt, bevor das gegnerische Team sich in der eigenen Hälfte wieder sortieren konnte. Damit kann man Druck aufbauen, überrennt den Gegner. Eindrucksvoll zu sehen war das am Mittwoch beim Spiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau.

Die Handschrift des neuen Trainers Peter Portengen wird nicht nur in diesem Punkt erkennbar. Portengen setzt sein Vertrauen in den gesamten Kader. Ihm ist es gelungen, die Neuzugänge nahtlos zu integrieren und er gibt Spielern, die sonst häufiger mal nur die Bank warmgehalten haben, die Chance, zu zeigen, dass auch sie mit voller Berechtigung das Trikot eines renommierten Zweitligisten tragen. Er verhilft dadurch gleichzeitig jedem einzelnen zu mehr Erholungsphasen während des Spieles.

Diese Wechselspielchen erfordern aber auch volle Konzentration aller Akteure zu jedem Zeitpunkt, – auch das eine Eigenschaft, die in 2020 nicht immer spürbar war. Da hat man bei Fehlaktionen häufig noch zulange mit sich selbst gehadert und ist damit gleich in das nächste Debakel hineingeschliddert.

Der ASV Hamm-Westfalen ist angesichts dieser Kehrtwende bei den Grün-Weißen natürlich vorgewarnt und wird sich sicherlich darauf eingestellt haben.
Es ist wenig wahrscheinlich, dass den Emsdettener Herzblut-Handballern wieder ein derartiger Durchmarsch gelingt, wenngleich dieser am Mittwoch im Vorfeld auch von niemandem erwartet werden konnte.

Was fehlen wird: die Stimmung von den Rängen die so ein Derby üblicherweise mit sich bringt. Würde Corona es zulassen, würde das Gäste-Team mehrere Hundert Fans mitbringen, die EMS-Hölle würde brodeln. So aber beschränkt sich der Zuschauerkreis auf den engsten Kreis derer die den ordnungsgemäßen Ablauf des Spieles gewährleisten sollen sowie einige Medienvertreter.

AllesDetten wird nach Abschluss der Partie an dieser Stelle von einem sicherlich spannenden und am Ende für die Emsdettener hoffentlich erfolgreichem Spiel berichten.

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