Tötungsdelikt in Greven

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(Foto: unsplash - M.Scheffler)

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Steinfurt und der Polizei Münster

Am Sonntagabend (4.7., 21:17 Uhr) erhielt die Polizei Kenntnis über einen Messerangriff in einer kommunalen Unterkunft für Geflüchtete, Asylsuchende und Obdachlose an der Straße Wentruper Mark in Greven. Zeugenaussagen zufolge soll ein zunächst unbekannter Mann einen 35-jährigen Bewohner aus Aserbaidschan und einen 43-jährigen Deutschen mit einem Messer angegriffen haben und danach vom Tatort geflüchtet sein. Der 35-Jährige verstarb noch vor Ort, der 43-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Zur Klärung der Tat ist beim Polizeipräsidium Münster eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Dirk Bommert im Einsatz.

„Die Polizei suchte die Umgebung mit einem Hubschrauber nach dem mutmaßlichen Täter ab und fand ihn versteckt in einem angrenzenden Feld“, erklärte der Leiter der Mordkommission Dirk Bommert. „Der 25-jährige Afghane ließ sich durch die Beamten widerstandslos festnehmen.“

Die Ermittlungen zu einem möglichen Motiv dauern an. Zeugen gaben an, dass der 25-Jährige kurz vor dem Angriff die Äußerung „Allahu Akbar“ gerufen haben soll.

„Die Ermittlungsbehörden gehen allen Hinweisen nach, um die Hintergründe der Tat zu klären“, verdeutlicht Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang. „Der mutmaßliche Täter ist im Jahr 2015 nach Deutschland eingereist, seit Januar 2018 lebt er in dieser Einrichtung. Möglicherweise stand er zum Zeitpunkt der Tat unter Alkohol- und Drogeneinfluss.“

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