In seiner Sitzung am Dienstag, 07. Februar, ist der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Wohnen (ASWW) mehrheitlich der Beschlussvorlage 10/2023 der Stadtverwaltung gefolgt (Wir berichteten bereits H I E R). Hierin heißt es abschließend, dass das Vermarktungskonzept (vorgesehen ist Erbbaurecht) sowie der städtebauliche Entwurf jetzt detailliert erarbeitet werden sollen.
Für Dr. Thomas Kock (SPD) ist die Idee nach anfänglichen Bedenken nicht mehr umstritten, bescheinigte der Grünen-Fraktion, die den ursprünglichen Antrag gestellt hat, gar eine gute Idee. Für Ihn ist es jedoch wichtig, dass für die angrenzenden Spielflächen von Fortuna Emsdetten der Bestandsschutz gewährleistet bleibt, entsprechende Lärmschutzmaßnahmen vorgenommen werden, künftige Anwohner der neuen Siedlung keine Handhabe gegen den Spielbetrieb geltend machen können. Auch die Lösung mit dem Erbbaurecht sieht er positiv: „Wer weiß, was in zehn oder zwanzig Jahren ist, wir müssen immer die Möglichkeit haben, eingreifen zu können.“
Uwe Warda (Die Linke) zeigte sich dem Projekt gegenüber eher skeptisch: „Uns fehlt der output für den Wohnungsmarkt.“, hat sich bei der Abstimmung am Ende enthalten.
Sebastian Wagner (UWE) begrüßte die Erbbaurecht-Lösung „Wir müssen eine Hand über dem Ganzen behalten.“
Die CDU stimmte geschlossen gegen die Vorlage. Kevin Adrian sieht in den Plänen eine Verschwendung von Grundstücken. In den hier entstehenden acht Wohneinheiten würden vermutlich maximal 16 Personen einziehen, vielleicht weniger. Ein Mehrfamilienhaus an diesem Ort würde für wesentlich mehr Entlastung auf dem Wohnungsmarkt sorgen. Zudem sei die Bauweise wenig nachhaltig, es würden die gleichen Materialien gebraucht wie bei einem normalen Hausbau halt nur kleiner und für weniger Bewohner.
Carsten Lüke (Die Grünen) hielt dem entgegen, dass Tiny-Häuser häufig von Personen bezogen werden, denen ihr bisheriges Einfamilienhaus, aus welchen Gründen auch immer, zu groß wird. Durch den Wegzug würde also dort wieder Platz für Familien geschaffen.




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