Testlauf im Impfzentrum am FMO und ausführliches Exklusiv-Gespräch mit Dr. Fuchs (Teil 1)

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(Fotos: Eike Brünen)

„Es handelt sich hierbei um eine Übung, das ist keine Demonstration, bei der wir Ihnen zeigen, wie es laufen wird, – wir hoffen, dass wir hier möglichst viele Fehler aufzeigen können, die es dann bis zum Echtlauf zu beseitigen gilt.“ So Landrat Dr. Martin Sommer am Mittwoch im Impfzentrum des Kreises Steinfurt im Terminal 1 des FMO. Und trotz des grundsätzlich positiven Verlaufes ist einigen Probanden etwas aufgefallen. Individuelle Kleinigkeiten aber eben diese, die vermutlich nur im Betrieb (oder halt im Testlauf) bemerkt werden, gilt es ja abzustellen, – aber dazu später.

Bei der Eröffnung des Impfzentrums in der vergangenen Woche hatte es noch geheißen, dass man das Impfmittel nach Bedarf abrufen könne. Im Gespräch mit AllesDetten bestätigte Dr. Karl-Heinz Fuchs, medizinischer Leiter des Corona-Krisenstabes im Kreis Steinfurt, dass das Land NRW für Sonntag, 27.12.2020 zunächst nur 180 Impfdosen (also eigentlich 360 aber die Dosis für die zweite, 21 Tage nach der ersten Impfung durchzuführende Injektion, wird sofort für den Impfling reserviert) zur Verfügung stellen kann. Damit werden dann noch am selben Tag die Bewohner zweier Altenheime/Pflegeeinrichtungen durchgeimpft. Bis zum Jahresende vermutet er 3.100 Impfungen durchgeführt zu haben. Frühestens ab dem 15. Januar 2021 hat man die Pflegeeinrichtungen abgearbeitet und kann dann (parallel zu den Zweitimpfungen der Pflegeeinrichtungen) das Impfzentrum in Betrieb nehmen. Das ursprünglich angedachte Szenario, dass man quasi unbegrenzt Impfmittel zur Verfügung hat und eigentlich nur dafür sorgen müsse, genug „Impflinge“ zu haben, um nichts verkommen zu lassen, muss also jetzt gänzlich revidiert werden.

50 Probanden standen am Mittwoch zur Verfügung. Die Impfstraßen, der komplette Ablauf sollte getestet werden. Es wurden alle nur erdenklichen Szenarien nachgestellt, wie sie im Echtbetrieb vorkommen können. AllesDetten durfte Alexandra Averbeck begleiten. Alexandra gehört mit den Emsdettener Maltesern zu den Hilfsorganisationen, die Probanden für diesen Testlauf zur Verfügung stellen, darunter auch Laiendarsteller aus deren Mimtrupps. Einige hatten zum Beispiel die Aufgabe, während des Durchlaufs zu kollabieren, andere sollten als Querdenker auflaufen. Demente Personen wurden simuliert, kein denkbares Szenario außer Acht gelassen.

Der Parkplatz P1 direkt vorm Terminal 1, dem Impfzentrum, steht mit ca. 1.000 Parkplätzen zur Verfügung. Die Impflinge erhalten für die Ausfahrt ein Freiticket, so dass keine Parkgebühren anfallen. Vor Eintritt in den gesicherten Impfbereich wird die Temperatur gemessen sowie die Berechtigung geprüft. Hier kommt nur rein, wer sich registriert hat und einen Nachweis mit dem ihm zugeteilten Termin vorzeigen kann. Ausweiskontrolle. Sofern man nicht schon zuhause einen Bogen ausgefüllt hat, der die Anamnese abfragt, hat man jetzt die Möglichkeit in einem Wartebereich dieses zu tun. Auch das Merkblatt mit Hinweisen zum Ablauf und möglichen Risiken sollte man sich an dieser Stelle durchlesen. Später dann beim Arztgespräch, hat man die Möglichkeit, nicht verstandene Sachverhalte zu klären.

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