Stiller Protest der Wirte

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Da, wo sonst bei diesem Wetter so richtig was los ist, wo Sonnenschirme stehen, alle Tische besetzt und die Kellner so richtig in Fahrt kommen, auf dem Brinck, Emsdettens „guter Stube“, da standen jetzt wieder Stühle, immer jeweils zehn Stück aus verschiedenen Betrieben, – Gastronomiebetrieben. Diese Stühle waren jetzt nicht besetzt, weil sie nicht besetzt werden dürfen. Und dieser Umstand trifft sie härter als alle anderen. Die Gaststätten haben seinerzeit als erster schließen müssen und während andere Händler und Dienstleister mittlerweile wieder geöffnet haben, wenn auch mit Auflagen, ist dieses für die Gastronomie  noch nicht in Aussicht gestellt.

Es war ein stiller Protest, lediglich die leeren Stühle, Schilder mit Hinweisen und natürlich die der DeHoGa (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) angeschlossenen Wirte und Hoteliers. Die DeHoGa hatte diese Aktion bundesweit organisiert.

Die Absichtserklärung der Bundesregierung, die Umsatzsteuer für Speiselokale ab Juli von 19 auf 7 % herunter zu setzen, so dass den Betrieben bei gleichbleibenden Preisen am Ende 12 % mehr bleibt, macht leider nur Sinn, wenn tatsächlich auch Umsätze da sind. Derzeit jedoch gibt es absolut keine Einkünfte, während die Kosten weiterlaufen. Für viele Betriebe ist so langsam aber sicher der Zeitpunkt erreicht, wo die Reserven aufgebraucht sind, die jetzt mit Existenzängsten zu kämpfen haben.

 

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