Anlässlich des Trauermonats November mit seinen stillen Feier- und Gedenktagen wirft Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt einen Blick auf Zahlen zum Thema Tod und Bestattungen.
Wie hoch ist die Zahl der Sterbefälle in NRW?
Im gesamten Jahr 2025 gab es in NRW rund 219.000 Sterbefälle, das waren durchschnittlich rund 18.300 pro Monat. Im Trauermonat November lag die Zahl der Verstorbenen mit rund 17.500 unter diesem Durchschnitt. Die meisten Sterbefälle gab es 2025 im Januar mit rund 21.500 Verstorbenen.

In welchem Alter und woran sterben die Menschen?
Das durchschnittliche Sterbealter lag in NRW im Jahr 2025 bei 80 Jahren. Männer starben im Schnitt mit 77 Jahren und Frauen mit 82 Jahren. Die häufigste Todesursache waren im Jahr 2025 Krankheiten des Kreislaufsystems mit einem Anteil von 29 % aller Sterbebefälle. Es folgten bösartige Neubildungen, also Krebserkrankungen, und Krankheiten des Atmungssystems.
Wie groß ist die Friedhofs- und Waldbestattungsfläche in NRW?
Zum Stichtag 31.12.2025 betrug die Friedhofs- und Waldbestattungsfläche in NRW 9.902 Hektar. Das entsprach 0,3 % der gesamten Landesfläche NRWs und somit ungefähr der Größe der Stadt Neuss mit 9.952 Hektar. Die Friedhofsfläche lag in NRW bei 8.900 Hektar und die Waldbestattungsfläche bei 1.002 Hektar. Mit insgesamt 501 Hektar wies die Stadt Köln die größte regionale Gesamtfläche an Friedhöfen auf. Unter Waldbestattung versteht man eine naturnahe Form der Bestattung, häufig auch als Baumbestattung bezeichnet.
Wie viele Bestattungsunternehmen gibt es in NRW?
Laut Ergebnissen der Handwerkszählung gab es im Jahr 2024 in NRW insgesamt 1.028 Bestattungsunternehmen. Umgerechnet war 1 von 100 Handwerksunternehmen in NRW ein Bestattungsinstitut. Bezogen auf die Gesamtzahl der Verstorbenen ergab sich ein Verhältnis von umgerechnet 213 Verstorbenen je Bestattungsinstitut. Weitere Daten der Handwerkszählung auf Ebene der kreisfreien Städte und Kreise sind in der Landesdatenbank NRW zu finden.
Wie viele Menschen arbeiten in der Bestattungs- und Friedhofsbranche?
In den Bestattungsinstituten in NRW waren laut Handwerkszählung 2024 rund 7.500 Personen tätig. Zudem gab es im öffentlichen Dienst der Kommunen zum Stichtag 30. Juni 2025 rund 2.350 rechnerische Vollzeitstellen im Bereich „Friedhofs- und Bestattungswesen”, z. B. als Friedhofsarbeiter/-innen und als Beschäftigte in der Friedhofsverwaltung. Bei den Nachwuchskräften war in der Branche in den letzten Jahren ein Plus zu verzeichnen: Der Berufsbildungsstatistik zufolge befanden sich Ende 2025 insgesamt 219 Auszubildende in NRW in einer Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Das waren fast 60 % mehr als vor 10 Jahren mit 138 Auszubildenden. Weitere 156 Azubis absolvierten 2025 eine Ausbildung zum/zur „Gärtner/-in, Fachrichtung Friedhofsgärtnerei”.
Wie ist die Preisentwicklung für Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren in NRW?
Aus den Daten des Verbraucherpreisindex geht hervor, dass die Preise für Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren im Jahr 2025 gegenüber dem Jahr 2024 um 0,7 % angestiegen sind. Hierzu zählen u. a. Überführungskosten, Gebühren für Einäscherung oder Grabpflege. Im Vergleich zum Verbraucherpreisindex insgesamt (+2,0 %) entwickelten sich damit die Preise für Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren unterdurchschnittlich.




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