Wer in diesen Tagen in den Abendstunden einen Autokorso von Hof zu Hof oder besser Wagenbauhalle zu Wagenbauhalle fahren sieht, der kann sich ziemlich sicher sein, dass in einem dieser Fahrzeuge Stadtprinz Thomas III. mit Prinzessin Judith I. sitzen wird. Mit ihnen sind der Stadtelferrat unterwegs, Vorstand der KGE, der Bürgermeister Oliver Kellner und gestern auch AllesDetten.
Zunächst die Berger Bösen Buben die ihr Narrenschiff in Austum bauen. Hier geht es thematisch in Richtung „Bonanza“. „Der Film läuft aber erst nach Karneval in den Kinos an.“ berichtet Thomas Gravenkötter vom Wagenbauteam der Berger Schützengesellschaft. Plakate für den vermutllich oskarverdächtigen Streifen hängen aber schon aus, darauf besteht die Adam-Familie auf der Ponderosa aus den Chefs des Wagenbaus, Carsten Borchers und Thomas Gravenkötter sowie der KGE-Spitze Helmuth Schäckel und Stefan Albers. Am Wagen selber werden weitere Wagenbauer steckbrieflich gesucht.
Viel Zeit bleibt nicht, der kreative Kern der Austumer wartet bereits auf Hof Meinert und abschließend wird die närrische Werkstatt in Hembergen aufgesucht.
Auch in Austum wieder viele huldsame Worte durch die KGE, den Elferratspräsidenten Timo Grewe, dem Stadtprinzen und dem Bürgermeister. Natürlich gibt es überall ein Gastgeschenk welches den Kreislauf der erschöpften Wagenbauer nach getaner Arbeit wieder auf Vordermann bringt. In Austum gibt es eine besondere Ehrung: Udo Heckmann, Wagenbau-Chef der blau-gelben Truppe, ist seit mittlerweile 40 Jahren in diesem Metier tätig, erhält dafür den Sessionsorden. Alle anderen Wagenbauerinnen und Wagenbauer an den drei Stationen heute bekommen vom Prinzenpaar deren Hausorden.
Letzte Station für heute: Hembergen. Hier wartet neben den Wagenbauern auch der einstige Stadtelferrat um Stefan Ahmann. Diese Truppe hatte sich seinerzeit vorgenommen in den elf Jahren nach der Regentschaft jeweils mit einem eigenen Karnevalswagen am Umzug teilzunehmen. Diese elf Jahre sind jetzt um, 2023 wird dieses närrische Gremium letztmalig dabei sein.
Auch hier wird, wie bei den Bergern und Austumern, das Prinzenlied gesungen und Elferratslied gesungen und getanzt. Zuvor wird die Tonart bestimmt, – irgendwas mit Moll und schnell nochmal die Batterien im Schneebesen-Mikrofon wechseln.
Bei allem Spaß den diese Rundfahrten mit sich bringen: in den Hallen und Werkstätten werden teilweise schon weit vor Weihnachten die ersten Ideen gesammelt, zu Papier gebracht und dann wird durch viele fleißige Hände an vielen Abenden und Samstagen das umgesetzt, was uns allen am 20. Februar im Rosenmontagszug gezeigt wird. In einigen Gesellschaften ist es gelungen trotz Corona-Pandemie junge Leute zu animieren, sich hier handwerklich und künstlerisch einzubringen. Andere Gesellschaften haben da personell tatsächlich Probleme, sind auf der Suche nach tatkräftiger Unterstützung.














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