Stadtbibliothek – eine Einrichtung zieht Bilanz…

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(Foto: Eike Brünen)

…namentlich durch Christoph Höwekamp, seines Zeichens Leiter der hiesigen Stadtbibliothek. Höwekamp wies in seinen Ausführungen während der Sitzung des Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit am Montagabend auf die Vielseitigkeit seiner Einrichtung hin – und das sei durchaus im doppelten Wortsinn zu verstehen.

„Natürlich hat Corona auch bei uns seine Spuren hinterlassen.“ Machte Höwekamp gleich zu Beginn darauf aufmerksam, dass die Zahlen nicht einwandfrei vergleichbar mit den Vorjahren seien. Die „onleihe“ ist am Limit, stellte er fest, dass dieses beliebte Angebot keine Luft mehr nach oben lässt.

Alles in allem konnte Höwekamp auf eine erfolgreiche Bilanz zurückblicken, man habe clever eingekauft und somit den Bestand aktuell und attraktiv halten können. Zum Neueinkauf gehören neben der Beschaffung neuer Titel auch die Wiederbeschaffung bereits im Bestand befindlicher Medien, die häufig nachgefragt sind, dadurch entsprechend verschlissen. Insgesamt gelte es, das Angebot stets attraktiv zu halten, „Staubfänger“ werden irgendwann mal aussortiert, auf dem Flohmarkt verscherbelt. Dadurch schaffe man Platz für neue Medien, das können Bücher, Spiele, aber auch Tonträger sein.
Gleichzeitig zeichnete Höwekamp ein Szenario bis 2025, dabei den Blick auf Bibliotheken benachbarter Gemeinden, schließlich müsse man auch im Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben.

„Kompliment, was Sie da auf die Beine stellen, – Ihre Richtung gefällt mir.“ War der Kommentar von Reinhildis Thamm-Krake (SPD) nach den Ausführungen des Bibliotheksleiters.

Celine Schürmann (Die Grünen) bedankte sich für die fantastische Arbeit trotz einiger kritischer Stimmen, die man immer mal wieder hören würde. „Die Stadtbibliothek ist nicht nur ein reiner Bücherverleih sondern auch ein Ort der Begegnung.“

Stadtbibliothek als Ort der Begegnung und Kommunikation

Und damit war das nächste Stichwort gegeben: Stroetmanns Fabrik wird die Bewirtschaftung des Lesecafés übernehmen. Hierzu stellte Ulrike Wachsmund, Geschäftsführerin von Stroetmanns Fabrik, ein ausführliches Konzept vor. Geplant war, während der Umbauphase von Stroetmanns Fabrik, die Kapazitäten der Stadtbibliothek für einige Veranstaltungen zu nutzen. Daraus entstand dann die Idee, die Räumlichkeiten grundsätzlich einzubeziehen. Schon jetzt finden hier Vorlesungen, Ausstellungen, Workshops und weitere Events statt.

Auf das Team von Stroetmanns Fabrik kommen hier 1.800 zusätzliche Stunden zu, ein Aufwand, der während der Umbauphase geleistet werden kann, da in dem Zeitraum am Hauptstandort Angebote wegfallen, danach muss jedoch personell aufgestockt werden.

Das Lesecafé war zuvor vom caritas-Verband betrieben worden, der hier Menschen mit Handicap einen Arbeitsplatz geboten hatte. Hier läuft jedoch die Förderung der „Aktion Mensch“ aus, so dass eine Weiterführung nicht möglich ist.

Beim künftigen Betreiber ist jedoch angedacht, diesem Personenkreis weiter eine Möglichkeit zu bieten, sich hier zu verwirklichen. Darüber hinaus sind einige bauliche Veränderungen und Ausstattungswünsche angedacht.

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