SPD treibt Überplanung des Parkhauses Wilhelmstraße voran

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(Foto: privat)

Bereits im Wahlkampf im Sommer 2020 hat Dr. Thomas Kock, Fraktionsvorsitzender und seinerzeitiger Bürgermeisterkandidat der SPD ein Begegnungszentrum auf dem Areal an der Wilhelmstraße zum Thema gemacht. Die Planungen seiner Fraktion werden jetzt konkreter, wie er uns in einer Pressemeldung mitteilt:

„Wir haben im letzten Jahr vor der Kommunalwahl ausführlich unsere Pläne für ein Begegnungszentrum vorgestellt und wollen damit jetzt vorankommen“, machte Dr. Thomas Kock vor der SPD-Fraktion deutlich.

Vorgesehen sind dafür das Gelände des Parkhauses an der Wilhelmstraße und mittelfristig auch das Gebäude der ehemaligen Paul-Gerhardt-Schule. Das Parkhaus an der Wilhelmstraße ist abgängig und hat laut Aussagen des Gutachters nur noch eine mögliche Nutzbarkeitsdauer von zwei Jahren. Danach wird es definitiv geschlossen und wird abgerissen werden müssen, da der verwendete Stahl nicht mehr trägt. Von daher erscheint es sehr sinnvoll, sich bereits jetzt Gedanken über eine mögliche Nachnutzung Gedanken zu machen. In diese Überlegungen sollte auch die Paul-Gerhardt-Schule einbezogen werden, auch wenn dieses Schulgebäude durch den Umbau und die Renovierung anderer Grundschulen noch einige Jahre benötigt wird.

„Es geht jetzt darum, diese Planungen als einen Prozess zu sehen, an dem sich möglichst viele Bürger*innen beteiligen können und die auch möglichst vielen Interessen gerecht werden können“, erklärte Anke Hackethal.  Durch die bauliche Situation am Parkhaus erscheint es den Sozialdemokraten jetzt notwendig, für dieses Areal eine Zukunftsperspektive zu erarbeiten.

Die SPD hat daher im Rat beantragt, für das Areal PGS, einschließlich der Turnhalle, und des Parkhauses einen Architektenwettbewerb auszuloben, um möglichst viele Ideen in diesen Prozess einfließen zu lassen.

Folgende Punkte sollen bei diesem Architektenwettbewerb Berücksichtigung finden:

  • Das Areal sollte als zentraler Baustein für die Neuausrichtung der Innenstadt im Sinne eines vielfältigen Erlebnisraumes wahrgenommen werden. Deswegen gehören hierher zentralstädtische Funktionen wie Musikschule, Volkshochschule und Platz für diverse Gruppen und Initiativen, die in Stroetmanns Fabrik nicht mehr genügend Platz finden.
  • Daneben kann es auch als Treffpunkt für das „Quartier Innenstadt“ und die dort lebenden Menschen dienen. Neben der Gebäudenutzung ist ein wichtiges Element hierfür  die Umwandlung des bisherigen Schulhofes in eine Grünfläche.
  • Die Innenstadt als Wohnquartier ist für verschiedene Generationen interessant. Von Seiten der Stiftung St. Josef gibt es ein großes Interesse, hier neue Möglichkeiten des betreuten Wohnens anzubieten. Abgesehen vom grundsätzlichen Bedarf ist der Standort wegen seiner Nähe zu Kastanienhof und Sonnenhof dafür sehr attraktiv. Jüngere Singles, die bisher in Emsdetten schwer Wohnungen gefunden haben, könnten hier bahnhofsnahe Wohnungen finden. Zu beachten ist, dass von diesen Wohnungen mindestens 25% öffentlich gefördert sein sollten.
  • Aus Gründen des Lärmschutzes sollten die Funktionen Wohnen und Begegnen baulich in getrennten Gebäuden untergebracht sein.
  • Aufgrund der über das Parkhaus bestehenden Verträge sind eine zu klärende Anzahl von Parkplätzen auf dem Gelände vorzuhalten und es ist sicherzustellen, dass einige Parkplätze in der Tiefgarage durch die Nutzer erreicht werden können.

Zu prüfen ist, welche öffentliche Förderung für ein solches Projekt möglich ist und entsprechende Anträge müssen vorbereitet werden. „Wir haben hier die Möglichkeit, für Emsdetten ein äußerst attraktives neues Zentrum zu schaffen, diese sollten wir unbedingt nutzen“, fasste Marvin Müller die Position der Sozialdemokraten zusammen.

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