SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Kock während der Mitgliederversammlung

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Wir geben hier in Auszügen die Rede des Bürgermeisterkandidaten der SPD-Emsdetten, Dr. Thomas Kock, wieder.

…als erstes Thema, und das ist unvermeidlich, möchte ich, muss ich, über die Pandemie und ihre Auswirkungen auf unsere Stadt sprechen. Aber auch hier möchte ich zunächst danke sagen: Danke an unseren Bürgermeister Georg Moenikes, der in der Krise einen großartigen Job gemacht hat und macht – immer da war, zugehört hat, überzeugende Entscheidungen getroffen hat und der auf oft sehr widersprüchliche und späte Signale der Landesregierung reagieren musste. In der Krise zeigt sich, was politische Führung wert ist und Georg Moenikes hat bewiesen – sehr viel. Danke Georg.

Danke natürlich auch an alle, die im Krisenstab mitgearbeitet haben, das oft weit über die normalen Arbeitsstunden hinaus. Danke an alle, die in Altersheimen, in Behinderteneinrichtungen vor erheblichen Herausforderungen standen und stehen und die in oft schweren Stunden bewiesen haben, dass man sich auf sie verlassen kann. Das war sicherlich auch für Angehörige wichtig…

…ich will auch kein Hehl daraus machen, dass ich zu denen gehöre, denen das mit den Lockerungen ein wenig zu schnell geht. Wir müssen alles tun, um eine zweite Welle zu verhindern. Mir nehmen das viele zu selbstverständlich, dass das nicht passiert. Ein zweiter Shut-down hätte katastrophale Folgen und das mag ich mir gar nicht ausdenken. Ich möchte auch mein „normales“ Leben zurück – aber doch nicht um jeden Preis…

…wir müssen als Stadt Emsdetten alles tun, die Folgen der Pandemie da zu mildern, wo wir das können. Wir können das nicht für jede/n und nicht überall, aber wir können unseren Teil beitragen. Ich verspreche euch, dass ich als Bürgermeister gemeinsam mit unserer Fraktion für jeden Arbeitsplatz kämpfen werde.

Klar ist, wir werden auch als Stadt in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Die Steuereinnahmen werden wegbrechen, da braucht man kein Prophet zu sein, um das vorherzusagen. Was das Konjunkturpaket des Bundes letztlich für uns bedeuten wird, weiß man noch nicht. Schade, dass sich die CDU gegen mehr Geld für die Kommunen und die guten Ideen von Olaf Scholz gesperrt hat. Aber egal was aus Berlin oder Düsseldorf kommt – unsere Aufgabe ist Emsdetten und Emsdetten können wir.

Von anderen Fraktionen höre ich, wir müssen jetzt jeden Euro zweimal umdrehen, wir müssen sparen. Müssen wir nicht. Im Gegenteil, wir müssen klotzen, nicht kleckern. Wir müssen an unseren Großprojekten – Waldbad, Stroetmanns Fabrik, Emshalle, Straßenbauprojekte usw. – unbedingt festhalten, damit die Firmen wieder Aufträge bekommen. Wir müssen Events in der Stadt organisieren,  soweit das in der jetzigen Lage möglich ist, nicht nur, damit die Menschen wieder optimistischer in die Zukunft schauen können, sondern einfach auch, damit unsere Gastronomen wieder Geld verdienen, damit die Menschen wieder in die Innenstadt gehen und dort einkaufen.

Wir haben als Stadt in den letzten Jahren sehr gut gewirtschaftet, wir haben eine Ausgleichsrücklage von 30 Mio. Euro. Wir sind in der Lage, ein oder zwei Jahre mit geringeren Einnahmen zu überbrücken. Diese Chance haben nur wenige Städte – wir müssen sie nutzen, damit die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise  in Emsdetten so gering wie möglich bleiben…

…wir haben uns sehr gefreut, dass auf Antrag der SPD doch noch ein Ferienangebot für Kinder und Jugendliche stattfinden kann…

…ich freue mich auch sehr, dass wir aus der Pandemie gelernt haben, dass wir Kinder in den Schulen mit der entsprechenden Hardware ausstatten müssen…

…einen Punkt möchte ich aber noch ansprechen, und der ist schwierig. Wir alle lesen, dass die häusliche Gewalt gegen Kinder – betroffen sind auch viele Frauen – in der Pandemie deutlich zugenommen hat. Wenn man das liest, bleibt das sehr abstrakt, dahinter stehen aber oft furchtbare Einzelschicksale. Sehr erschüttert hat mich, was ich über den sexuellen Missbrauch in Münster gelesen habe…

…dies ist auf jeden Fall ein Thema, um das ich mich – bei aller Wertschätzung für Frau Gittner und unser Jugendamt – als Bürgermeister kümmern möchte. Ich weiß, dass hier vieles im Dunkeln geschieht und manches auch im Dunkeln bleibt, aber wir müssen hier wirklich alles tun, was rechtlich möglich ist…

…liegt mir der Sport sehr am Herzen. Nicht nur der Profibereich des TVE. Ich bin seit etwa 35 Jahren bei fast jedem Heimspiel und natürlich bin ich fest überzeugt, dass die Profihandballmannschaft für Emsdetten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist…

…es ist nicht so, dass wir in Emsdetten jeden Wunsch der Sportvereine direkt umsetzen könnten, aber als Bürgermeister werde ich ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben…“

Mit Oliver Kellner haben die Grünen bereits ihren Bügermeisterkandidaten benannt, der parteilose Ulli Ortmeier wird von der UWE getragen und die CDU wird ihren Bürgermeisterkandidaten (voraussichtlich Stefan Ahmenn) in dieser Woche nominieren. Wenn die Reihe der Kandidaten also feststeht, wird AllesDetten diese nacheinander vorstellen.

 

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