Spannung bei der Wahl des 1. Vorsitzenden der Westumer Schützen

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Vorsitzender Maik Bothe und WKC-Chef Stefan Lüke (v.l.) werden auch weiterhin eng zum Wohle der Westumer Schützengesellschaft zusammenarbeiten. Die Gegenkandidatur von Lüke bei der Wahl des Vorsitzenden habe für die Mitglieder erst eine echte Entscheidung möglich gemacht, so der im Amt bestätigte Vorsitzende. (Foto: Westumer Schützengesellschaft)

Es waren die Minuten der absoluten Stille, die während der Generalversammlung der Westumer am Sonntag für die größte Spannung sorgten. Lediglich die Stimme von Wahlleiter Klaus Albers durchbrach immer wieder diese Ruhe. Es ging um den Vorsitz der Gesellschaft. Maik Bothe stellte sich zur Wiederwahl; sein Gegenkandidat war  Stefan Lüke, der aus der Versammlung vorgeschlagen worden war. Keine Entscheidung im ersten Wahlgang. Hier hätte ein Kandidat eine Zwei-Drittel-Mehrheit erzielen müssen. Das war nicht der Fall: Maik Bothe erreichte bei einer Enthaltung 28 Stimmen. Stefan Lüke hatte das Vertrauen von 24 Mitgliedern.

Da musste noch einmal geheim gewählt werden. Und wieder diese Spannung, die alle Anwesenden im Vereinsheim förmlich fühlten. Zunächst übernahm Stefan Lüke klar die Führung, doch dabei blieb es nicht. Maik Bothe bekam 29 Stimmen, Stefan Lüke 23. Und wieder hatte sich ein Mitglied enthalten. Beide Kandidaten waren sich einig, dass es gut war, dass die Mitglieder wirklich eine Wahl hatten. Danach bestätigten die Anwesenden  – wieder in geheimer Wahl – Jens Schmalz als 2. Kassierer. Die Beisitzer Leon Klähn und Daniel Kortmann wurden per Handzeichen bis zur Versammlung zu Karneval im kommenden Jahr bestätigt.

Pünktlich um 10.30 Uhr hatte Maik Bothe die Versammlung eröffnet. Er teilte mit, dass es seit der letzten Versammlung im August eine Neuaufnahme und drei Austritte gegeben habe. Mit Herbert Albers, Josef Middelhoff und Heinz Untiet seien zudem sehr engagierte Mitglieder verstorben. Insgesamt 417 Mitglieder zählt die älteste Schützengesellschaft der Stadt im Augenblick.

„Neue Fahnen werden benötigt“, stellten die Kassen- und Inventarprüfer Klaus Albers und Andre Pleimann in ihrem Bericht fest.  Die Fahnen des Junggesellenkönigs und des Männerkönigs müssten schon zeitnah ausgewechselt werden, und auch die Fahne des Sternkönigs weise bereits großeMängel auf. „Da muss etwas gemacht werden“, appellierte Klaus Albers an die Versammlung und regte an, neue Fahnen anzuschaffen und eine Fahnenweihe durchzuführen.

Andre Pleimann dankte Kassierer Daniel Albers für seinen Einsatz: „Wir Westumer sind trotz Corona gut durch das Jahr gekommen und haben noch ein kleines Plus erwirtschaften können“, stelle er fest. Doch wenn er an die unbedingt notwendigen Neuanschaffungen denke,  müsse die Gesellschaft jeden Euro mehr als einmal umdrehen, sind sich die Kassen- und Inventarprüfer einig, die Entlastung für Daniel Albers und seinen Stellvertreter Jens Schmalz  beantragten, die einstimmig gewährt wurde.

Als Chef des Westumer Karnevals-Comites stellte Stefan Lüke fest, dass alle Planungen so angelegt seien, dass es im kommenden Jahr wieder ein närrisches Hochfest mit Rosenmontagszug geben werde. Auch Orden seien bestellt. „Wir sind ganz optimistisch in die Planungen eingestiegen und werden sie bis zum notwenigen Hygiene-Konzept weiter vorantreiben“, strich Lüke heraus. Bei den Westumern steht der Karneval in diesem Jahr unter dem Thema „Zeitgeschichte“, informierte Lüke. Das Thema sei gewählt worden, um den Aktiven im Umzug die Möglichkeit zu gebe, auch einmal auf alte Kostüme zurückgreifen zu können.

Einen wichtigen Arbeitseinsatz der Westumer wird es am Samstag (11. Dezember) an der Vogelstange geben. Ab 9 Uhr wird das gesamte Areal unter den Eichen auf Hof Brinkmann  gesäubert. „Rechen und Harken wie auch Laubsauger sollten unbedingt mitgebracht werden“, hieß es abschließend von Maik Bothe.

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