Schutzmasken – Emsdetten erhält viele Angebote

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Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflege- und Rettungskräfte sowie viele andere mehr bemängeln aktuell die Ausstattung mit Schutzausrüstungen. Dies hat sich auch in der Wirtschaft herumgesprochen. Die Stadt Emsdetten erhält aktuell täglich Angebote von Firmen, die verschiedenste Arten von Masken z.B. Atemschutzmasken, Gesichtsmasken mit Filter, FFP 2–Masken und andere Arten anbieten. Teilweise kommen die Angebote auch von Emsdettener Firmen oder Privatpersonen mit beruflichen Kontakten nach Asien. „Wir freuen uns über die zahlreichen Angebote und leiten alle direkt an den Kreis Steinfurt weiter. Dieser hat es für alle Kommunen im Kreis übernommen, die Versorgung der Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Rettungs- und Pflegedienste mit Schutzmaterial sicherzustellen. Und dieser prüft und bewertet auch die Angebote – sowohl hinsichtlich der Qualität und des Preises, als auch hinsichtlich der Lieferbedingungen und -fristen“, informiert Manfred Wietkamp, im Rathaus zuständig für den Fachdienst ‚Bürgerservice & Ordnung & Soziale Leistungen‘.

Neben den Schutzmasken für Gesundheitsberufe gibt es auch in Emsdetten viele Initiativen, die Gesichtsmasken selbst nähen und verschenken oder verkaufen. „Durch das Tragen von selbstgenähten Mund-Nasen-Schutz kann laut dem Robert-Koch-Institut das Risiko, andere anzustecken, verringert werden. Deshalb freue ich mich über die vielen Initiativen in Emsdetten, solche Masken herzustellen und über die vielen Emsdettenerinnen und Emsdettener die diese Masken – zum Beispiel beim Einkaufen – tragen und so andere schützen! Auch das gehört zu Solidarität!“, freut sich Bürgermeister Georg Moenikes über das private Engagement in Emsdetten. „Aber bitte achten Sie beim Tragen auf die Hinweise des Robert-Koch-Instituts – ein Mund-Nasen-Schutz nur über dem Mund hilft nichts!“, weist Moenikes auf die Informationen zum Umgang mit selbstgenähten Masken hin.

Die Stadt Emsdetten möchte gerne den Emsdettenerinnen und Emsdettenern einen Überblick geben, welche Initiative und welcher Verein für welchen Zweck und unter welchen Konditionen selbst genähte Mund-Nasen-Schutz-Masken anbietet und ruft deswegen alle Gruppen, Vereine, Einzelpersonen auf, sich unter anmeldung@emsdetten.de zu melden und ihr Angebot zu beschreiben. Die Stadt wird diese Angebote dann auf ihrer Internetseite auflisten und Interessierte können sich dann direkt bei den Anbietern melden.

 Informationen zum Umgang mit selbstgenähten Mund-Nasen-Schutz

Ein Mund- und Nasenschutz kann laut dem Robert-Koch-Institut ergänzend zu den anderen zwingend notwendigen Maßnahmen (wie Abstand halten und Hände waschen) helfen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Der selbstgemachte Schutz ist zwar weder geprüft noch zertifiziert, kann jedoch Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt abfangen. Das RKI vermutet, dass beim Tragen einer Stoffmaske das Risiko, jemand anderen anzustecken (Fremdschutz), verringert werden kann. Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz den Träger selbst vor einer Ansteckung schützt (Eigenschutz) gibt es jedoch nicht.

Für die optimale Wirksamkeit von selbstgenähten Masken ist es wichtig, dass

  • der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt, d.h. eng anliegt und dabei Mund UND Nase abdeckt – ein reiner Mundschutz hilft nicht,
  • bei Durchfeuchtung gewechselt wird
  • und dieser während des Tragens nicht (auch nicht unbewusst) verschoben wird.

Das RKI weist auch ausdrücklich darauf hin, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf gar keinen Fall dazu führen darf, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder Husten- und Niesregeln bzw. die Händehygiene nicht mehr umgesetzt werden!

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