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Dienstag, September 29, 2026
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Schulministerin Dorothee Feller steht Rede und Antwort

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(Foto: Schwegmann)

Auf Einladung des CDU-Kreisverbandes stand gestern die NRW Bildungs- und Schulministerin Dorothee Feller im Lichthof von Stroetmanns Fabrik den etwa 130 anwesenden Gästen Rede und Antwort.

In einem kurzen einleitenden Vortrag berichtete Feller natürlich über die aktuelle PISA-Studie. Lücken, die bereits in der Grundschule vorhanden sind, können in weiterführenden Schulen nur selten wieder geschlossen werden, es wird immer eine Diskrepanz bleiben. Bereits in der Grundschule, bei der Einschulung gibt es große Unterschiede, nicht alle Kinder haben die gleichen Vorraussetzungen was die Fähigkeiten im Lesen, Rechnen und Schreiben aber auch im sozialen Miteinander angeht. Hier müsste zur Einschulung ein Gleichgewicht hergestellt werden um optimale Startbedingungen zu haben.

Der derzeit von der Landesregierung auferlegte Sparhaushalt schränkt natürlich auch die Möglichkeiten im Bildungswesen ein. Den Schulträgern vor Ort geht es da nicht anders.

Ein weiteres von Feller angesprochenes Thema war der Lehrkräftemangel in NRW, aber auch bundesweit. Da gibt es regionale Unterschiede aber er ist flächendeckend vorhanden. Anders als in Bayern, wo jährlich die besten Absolventen als neue Lehrkräfte eingestellt werden, egal ob zwingend notwendiger Bedarf besteht, oder nicht, wird in NRW versucht, den Bedarf zu decken, darüber hinaus aber nicht. Das bedeutet leider auch, dass die Auswirkungen immer erst verzögert zu spüren sind.

(Foto: Schwegmann)

Die digitale Bildung, KI nimmt zunehmend Einfluss auf unseren Alltag. Ob das immer vorteilhaft ist oder vielleicht sogar Gefahren in sich birgt, sei dahingestellt. Der Einfluss ist vorhanden und dem müssen sich natürlich auch die Schüler stellen und rechtzeitig den verantwortlichen Umgang damit erlernen.

Demokratiekompetenz, Medienkompetenz, die Fähigkeit, Fake-News zu erkennen. Zur Demokratiekompetenz gehört nicht nur, mitzuentscheiden, in welcher Farbe das Klassenzimmer gestrichen wird. Demokratie bedeutet auch das tägliche Miteinander, Meinungen zu akzeptieren.

(Foto: Schwegmann)

Das Publikum war fast ausschließlich mit Fachkräften besetzt. Vom Vorlesepaten über OGS-Betreuung bis zu Schulleitern aus dem gesamten Kreisgebiet war alles vertreten und so kamen dann auch Fragen aus dem Alltag, dem täglichen Erleben.

Förderrichtlinien nach Digitalgesetz, Besoldung der Schulleitungen. Eine Lehrerin beklagte, dass bei ihren Schülern häufig kein Familienleben mehr stattfindet, die Kinder morgens ohne Frühstück das Haus verlassen und völlig auf sich allein gestellt sind: „Das können wir in der Schule nicht wieder aufholen!“

Erweiterte Lehrpläne, neue Fächer berücksichtigen häufig nicht den Faktor Zeit. „Wenn dafür nicht etwas anderes wegfällt, dann ist das nicht machbar.“

(Foto: Schwegmann)

„Die Zahl der erziehungsunfähigen Haushalte wird immer größer!“ Oder auch für die Wahl der weiterführenden Schule gilt der Elternwille, auch wenn die Expertise eine andere ist. Das hat häufig zur Folge, dass schon bald wieder die Schule gewechselt wird, weil das Kind einfach überfordert ist.

Bei den Landtagswahlen in NRW 2027 gilt erstmals das Wahlrecht ab 16 Jahre. Das setzt zwingend voraus, dass die Jugendlichen verstehen, was sie da tun, wofür sie sich entscheiden und welche Folgen das hat.“

„Sie scheint sehr engagiert und vermutlich auch ehrlich, was die Finanzfragen angeht“, äußerte sich ein Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung im Gespräch mit AllesDetten. Er hätte sich gewünscht, dass mehr auf die Problematik eingegangen wird, dass es immer schwieriger wird, die Kinder zu motivieren. Viele Dinge wurden grundsätzlich angesprochen aber eben nicht tiefer behandelt. – Das wiederum mag an der Kürze der Zeit gelegen haben, die Diskussion hätte leicht über die knapp zwei Stunden hinaus gehen können.

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