Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger

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Auch in diesem Jahr heißt es wieder: „Drückt auf die Bremse, denn die Ersties kommen!“
Gerade zum Schuljahresbeginn ist es wichtig noch mal einen Tacken mehr auf den Verkehr zu achten und vorrausschauend zu fahren, denn die I-Dötzchen, die seit einigen Tagen auch in Emsdetten unterwegs sind, kennen ihren Schul- und Nachhauseweg noch nicht genau. „Kinder können die Geschwindigkeit der Autos, Lastwagen und Busse nicht einschätzen“, erklärt der Kreisdirektor Dr. Martin Sommer. Er ist offizieller Schirmherr der Verkehrsaktion und das nicht nur, weil er selbst Vater von zwei Grundschülern ist, wie er sagt, sondern, weil jeder Unfall mit Kindern, ein Unfall zu viel sei.

Gelbe Cappys für mehr Sichtbarkeit

Damit die fast 4.400 Erstklässler/innen sicher durch den Starßenverkehr kommen, bekamen die Schulneulinge gelbe Cappys geschenkt, die auch bei Regenwetter und im Dunkeln gut sichtbar sind.
Außerdem soll die Signalfarbe die Autofahrer daran erinnern, langsamer zu fahren. Im vergangenen Jahr gab es beispielsweise an die 46 Schulwegunfälle mit zahlreichen leicht- und sogar sechs schwerverletzten Kindern. Aus diesem Grund gibt es diese Aktion mit dem Ziel:

„100% sicher zur Schule“.

Die Viertklässler der Marienschule in Borghorst machen mit ihren gelben Cappys auf die diesjährige Aktion „Kreis Steinfurt sieht gelb“ aufmerksam. Organisiert und unterstützt wird die diesjährige Aktion nicht nur von den Initiatoren und Sponsoren, sondern auch vom Schulamt, der Kreispolizei und der Kreisverkehrswacht Steinfurt, sowie dem Kreisdirektor Dr. Martin Sommer als Schirmherr der Aktion.

Von links: Die Beamten der Kreispolizei Jürgen Bauland und Kollegin Werner (in blauer Uniform), Schulrätin Birgit Timmerberg, Dr. Martin Sommer (Kreisdirektor), Radio RST- Marketingleiter Norbert Krois, Markus Möllers (Erster Vorsitzende der Verkehrswacht Steinfurt in Warnweste), Anna Stuhlmeier und Kollege (Sponsor Schmitz Cargobull Ag) und Mellanie Mussow (Stellvertreterin der Schulleitung Anja Kronen).

Die Auftaktveranstaltung der alljährlichen Verkehrskampagne „Steinfurt sieht gelb“ fand gestern in aller Frühe in Borghorst statt. Darüber war die Schulleiterin Anja Kronen besonders erfreut, denn Verkehrserziehung sei auch eine Bildungsaufgabe der Schule. Bereits vor sieben Jahren durften die Marienschüler den Auftakt der kreisweiten Verkehrskampagne starten
und sind auch dieses Mal mit Begeisterung dabei.
Die regionale Schulinitiative wurde 2009 ins Leben gerufen heuer wird das Dutzend voll gemacht.

Eigentlich sind die gelben Cappys mittlerweile eine feste Marke im Kreis Steinfurt und bräuchten keiner weiteren Erklärung. Im Laufe der Zeit sind die Cappys moderner und schöner geworden, der Grundgedanke sei aber auch nach zwölf Jahren der Selbe: Man setzt nicht nur die Cappys auf die Köpfe der Schüler, sondern möchte damit auch in die Köpfe der Verkehrsteilnehmer kommen und Vorbild sein, wenn es um einen sicheren Schulweg geht, sagt der Sprecher des lokalen Radiosenders, der die Aktion unterstützt.

20 Aktionen sind geplant: Verkehrskontrollen mit Kindern

Neben intensiven Radiokampagnen und überall im Kreis ausgehängten Plakaten und gelben
Spruchbändern an verkehrsdichten Straßen in insgesamt 24 Städten und Gemeinden führt die
Kreispolizeibehörde, gemeinsam mit der Kreisverkehrswacht 20 Aktionen bis Ende August durch. Diese sollen die Autofahrer, Radfahrer und auch Fußgänger dazu sensibilisieren, besser auf den Verkehr zu achten und für die jüngsten Verkehrsteilnehmer ein Vorbild zu sein. Die Partner der Aktion und jeweils einige ältere Grundschulkinder sind seit gestern aktiv auf den Straßen unterwegs und „sanktionieren“ das Verkehrsverhalten mit sog. Denk- & Dankzetteln, die sie selbst mit Bildern und Sprüchen gestaltet haben.
Also liebe Leser und Leserinnen aufgepasst, in den nächsten Tagen wird es überall im Kreis, in der Nähe mehrerer Grundschulen Geschwindigkeitsmessungen geben, an denen neben der Kreispolizei auch Grundschüler teilnehmen, um euch zu loben oder zu tadeln. „Wir wollen die Autofahrer nicht bestrafen, sondern aufmerksam machen“, sagt Dr. Sommer bei der Auftaksveranstaltung. Denn letztlich gehe es um die Einhaltung von Regeln und um eine gegenseitige Rücksichtnahme, wie es in der offiziellen Pressemitteilung aus dem Kreishaus heißt. So ein „Denkzettel“ der Kinder wirke sogar besser, als eine reine Polizeikontrolle, da es den ertappten Autofahrern endlos peinlich sei, berichtet der Schirmherr Dr. Sommer.

100 % sicher zur Schule…

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