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Donnerstag, Oktober 22, 2026
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Rund 100 Gäste diskutierten mit Leonie Plaar über die AfD

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(Foto: privat)

Wie geht man damit um, wenn Menschen im eigenen Umfeld rechte Positionen vertreten?
Und wie lässt sich Radikalisierung verhindern?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 100 Gäste bei einer Lesung mit der Autorin und Influencerin Leonie Plaar (@frauloewenherz.de) in Stroetmanns Fabrik in Emsdetten. Plaar las aus ihrem Buch „Meine Familie, die AfD und ich“ und diskutierte anschließend mit dem Publikum.

Die vom Kreisverband Steinfurt von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN organisierte Veranstaltung bot Raum für einen offenen und persönlichen Austausch über Rechtsextremismus, familiäre Konflikte und die Frage, wie wir im Alltag Haltung zeigen können.
In ihrer Lesung verband Plaar persönliche Erfahrungen mit einer guten Portion Ironie. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich: Der zunehmende Rechtsruck beschäftigt viele Menschen – in der Familie, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum. Plaar ermutigte dazu, im Gespräch zu bleiben, rechte Aussagen nicht unwidersprochen stehen zu lassen und sie klar zu benennen und zu kritisieren.

Zugleich machte sie deutlich, dass die AfD keine tragfähigen Antworten auf soziale Probleme bietet, sondern mit populistischen Parolen Ängste und Sorgen aufgreift. Stattdessen brauche es eine gerechte Sozialpolitik, die konkrete Verbesserungen für die Menschen schafft. Hier sei auch die Politik gefordert, nachvollziehbare Lösungen für die Herausforderungen des Alltags zu entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Prävention. Plaar rief dazu auf, sich über einzelne Veranstaltungen hinaus gegen Rechtsextremismus zu engagieren. Gerade junge Menschen müssten frühzeitig erreicht werden, bevor sie in sozialen Medien wie TikTok in rechte Filterblasen gerieten. „Es ist ein Marathon und kein Sprint“, betonte Plaar.

Entscheidend sei, kontinuierlich Haltung zu zeigen und Radikalisierung früh entgegenzuwirken. Silke Wellmeier, Sprecherin der GRÜNEN im Kreis Steinfurt, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz: „Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Wir haben heute Abend viele Menschen erreicht und hoffentlich auch motiviert, sich vor Ort zu engagieren – im Alltag, in der Familie oder im Verein. Denn rechte Hetze dürfen wir nicht unwidersprochen lassen.“

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