Radverkehrsführung an der Taubenstraße

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(Foto: Beschlussvorlage Stadt Emsdetten)

Bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen hat gestern der Ausschuss für Infrastruktur (AI) beschlossen, für die Taubenstraße zwischen den Kreuzungen mit der Habichtshöhe sowie der Borghorster Straße für eine einjährige Testphase einen geschützten Radweg einzurichten. Auf diesem Radweg wird es Kraftfahrzeugen dann nicht möglich sein zu parken. Die aktuell auf dem Seitenstreifen abgestellten Fahrzeuge würden dann, sofern nicht Abstellflächen auf dem eigenen Grundstück ausreichend zur Verfügung stehen, die Fahrbahn als Abstellfläche nutzen.

Maria Koordt (CDU): „Wir hatten uns schon vorher dagegen ausgesprochen, loben aber jetzt die Initiative, dass ein Weg gefunden wurde, die Parkmöglichkeit für die Anwohner beizubehalten. Wir sehen das Vorhaben nach wie vor kritisch, finden aber gut, dass hier eine Testphase weitere Erkenntnisse bringen soll.“

Stefan Schwamborn (Die Grünen) ist Befürworter der Situation für Radfahrende die sich jetzt nicht mehr zwischen parkenden Fahrzeugen oder auf dem Gehweg bewegen müssten. Er sieht aber Schwierigkeiten darin, dass die Kraftfahrzeuge auf der Fahrbahn parken sollen: „Das wird insbesondere im Begegnungsverkehr zu Problemsituationen führen.“

In die Kerbe schlug auch Frank Achterkamp (SPD), der die Strecke mehrfach täglich fährt und daher die Situation vor Ort genau kennt: „In Höhe des Imbissbetriebes stehen immer wieder auch (mehrere) LKW mit oder ohne Anhänger. Hier werden unübersichtliche Situationen geschaffen.“

Simon Wieler von der Stadtverwaltung machte deutlich, dass diese Variante auch der Lösungsvorschlag sei, der mit den Anwohnern kommuniziert wurde und von denen befürwortet wird.

Christoph Huesmann (Die Linke) zeigte sich dankbar für diese Variante: „Die Situation für den Radverkehr hat sich damit erheblich verbessert.“

Goswin Brehe (Die Grünen): „Es wird hier keine zusätzlichen Parkflächen geben und auch kein zusätzlicher Bedarf da sein. Die Grundstückseinfahrten bleiben weiterhin Freifläche und bieten somit auch wie bislang die Möglichkeit, von dort aus für den Straßenverkehr gut sichtbar die Straße zu queren.“

Sollte sich nach einem Jahr diese Maßnahme als positiv herausstellen, könnte man an weiteren Straßenzügen künftig ähnlich verfahren.

 

 

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