„Nie zuvor gab es drei Parteien die fast gleichauf liegen und jede hat die Chance, den/die Kanzler*in zu stellen“

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(Foto: Manfred Schwegmann)

Es ist jetzt fast ein Jahr her, dass er Emsdetten besuchte: Robert Habeck, Co-Vorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Damals, im September 2020 hat er die Werbetrommel für den seinerzeitigen Bürgermeisterkandidaten Oliver Kellner gerührt. Damals, im September 2020 waren gut 400 Menschen auf dem Marktplatz hinterm Rathaus im Schatten von St. Pankratius. Als Habeck jetzt sein Versprechen aus September 2020, wieder nach Emsdetten zu kommen, einlöste, waren mindestens 600, einige Schätzungen gehen gar bis 800 Personen vor Ort und lauschten Robert Habeck. Oliver Kellner wurde kurz nach dem Auftritt Habecks im September 2020 zum Bürgermeister gewählt, der Ortsverband der Partei Bündnis 90/Die Grünen wurde zur stärksten Fraktion im Rat der Stadt Emsdetten.

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Robert Habeck ließ in seinen Ausführungen kein Thema aus, wurde immer wieder durch Beifallsbekundungen aus dem Publikum, welches keineswegs nur aus bekennenden Grün-Wählern bestand, unterbrochen. Habeck prangerte an, ohne dabei persönliche Angriffe abzufeuern: „Wenn man Fehler macht, und davon kann sich keiner freisprechen, dann muss man auch dazu stehen.“ und sprach damit die aktuelle Situation in Afghanistan an. Die Grünen hatten bereits im Mai diesen Jahres auf die Mißstände und die Hilferufe der dortigen Einrichtungen hingewiesen und beantragt, hier tätig zu werden. Von Seiten der Regierung sei keine Notwendigkeit erkannt worden. Heute wird zwar zu spätes Eingreifen zugestanden, die Schuldfrage jedoch von Ministerium zu Ministerium geschoben.

Die Corona-Pandemie war ebenso Thema wie die schweren Folgen des Klimawandels, das Hochwasser mit dem derzeit in Teilen von NRW und Rheinland Pfalz gekämpft wird. Atompolitik, Kinderarmut, Gesundheitspolitik, Rentenpolitik, Bildung, die Situation des Handwerks und der Wirtschaft im Allgemeinen. Komplizierte Sachverhalte wurden verständlich erklärt.
Habeck ging aber auch mit den großen Pressehäusern und Medien ins Gericht: „Es kann doch nicht sein, dass die Art, wie man einen Regenschirm hält, den Wahlkampf bestimmt.“

Auch den Fragen des Publikums stellte er sich im Anschluß, bevor es dann zum Abschlußfoto mit den Direktkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Kreis Steinfurt kam.

Jan-Niclas Gesenhues (der in Emsdetten und Greven-Reckenfeld kandidiert) und Alexandra Schoo bildeten den Auftakt der Veranstaltung. „Wir können nur in einem Team gewinnen.“ Verändern kann nie ein einzelner Kandidat*in oder Kanzler*in, etwas verändern kann immer nur die ganze Gesellschaft und die Demokratie.

Die ganze Veranstaltung wurde durch einen Gebärdendolmetscher sehr beeindruckend auch für Gehörlose verständlich gemacht.

 

2 Kommentare

  1. Die gestrige Infoveranstaltung war mal wieder spitze,genau wie vor 11Monaten.Robert Habeck und viele Mitglieder und Anhänger der Grünen sind Sympathieträger.Das weckt Vertrauen bei den Wählern und Hoffnung dass es zum Thema Umwelt, Klima, soziale Gerechtigkeit u.s.w……dass hier bald intensiv einiges in Angriff genommen wird. Das Vertrauen zu den Grünen ist und bleibt bedbestehen .

  2. Dieser Politiker hat mich voll überzeugt. Er hetzt nicht er lügt nicht er ist sehr bei den Menschen.
    Und das Programm der grünen hat mich voll überzeugt.
    Fazit meine Stimme ist grün
    Danke Robert

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