Mordfall in Emsdettener Seniorenheim

0
269

Am Donnerstagnachmittag (12.12.) fanden Altenpfleger eine 61-jährige Bewohnerin leblos in ihrem Zimmer eines Pflegeheims an der Karlstraße in Emsdetten. Sie verständigten sofort Rettungskräfte und Polizei. Die vor Ort eingesetzte Notärztin konnte jedoch nur noch den Tod der 61-Jährigen feststellen. Die Auffindesituation in dem Zimmer deutete sofort daraufhin, dass der Tod der Frau gewaltsam herbeigeführt wurde. Im Zuge der ersten Ermittlungen verdichteten sich die Hinweise, dass der 67-jährige Ehemann für den Tod verantwortlich sein könnte. Zur Klärung der Tat ist eine Mordkommission unter Leitung von dem Ersten Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux im Einsatz.

„Polizisten nahmen den 67-Jährigen am frühen Abend in Rheine fest“, erläutert der Leiter der Mordkommission. „Der Beschuldigte war so stark alkoholisiert, dass er in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Er konnte bislang zu dem Tatvorwurf nicht vernommen werden.“ Die 61-jährige demenzkranke Frau lebte seit Jahresbeginn in dem Pflegeheim in Emsdetten. „Zur Klärung der Todesursache wird der Leichnam noch heute (13.12.) im Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Münster obduziert“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Die Staatsanwaltschaft Münster wird beim zuständigen Amtsgericht Haftbefehl gegen den Beschuldigten beantragen.“ Die Ermittlungen, insbesondere zu einem möglichen Motiv, stehen noch ganz am Anfang.

Nachtrag zur Presseerklärung „67-jähriger Ehemann in Rheine festgenommen – Mordkommission im Einsatz“ (ots vom 13.12., 09:20 Uhr) Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Steinfurt und der Polizei Emsdetten Nach dem Tod einer 61-jährigen Bewohnerin eines Pflegeheims in Emsdetten am Donnerstagnachmittag (12.12.), ordnete ein Richter heute (13.12.) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes gegen den 67-jährigen Ehemann an. „Der 67-jährige Beschuldigte wird verdächtigt gestern (12.12.) seine im Heim lebende Ehefrau getötet zu haben“, erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „In der polizeilichen Vernehmung hatte der Rheinenser den Tatvorwurf nicht eingeräumt; er wolle die Tat jedoch auch nicht abstreiten, könne sich aber nicht an das Geschehen erinnern.“ Im Jahr 2017 erstatteten Polizisten Strafanzeige gegen den 67-Jährigen, da er verdächtigt wurde eine Körperverletzung zum Nachteil seiner Ehefrau in der häuslichen Gemeinschaft begangen zu haben. Der Beschuldigte hatte damals selbst die Polizei verständigt. Da weder die 61-Jährige noch Familienangehörige einen Strafantrag stellen wollten und die Frau nur leichte Verletzungen hatte, wurde das Verfahren eingestellt. „Die Ermittlungen zum Tathergang und insbesondere zu dem Motiv dauern weiter an“, erklärte der Leiter der Mordkommission Ulrich Bux

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein