Mit Schockanruf hohen Geldbetrag ergaunert – Polizei warnt eindringlich vor Trickbetrügern

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Zweieinhalb Stunden lang hat ein falscher Polizeibeamter am Telefon auf eine ältere Frau aus Saerbeck eingeredet, ihr eine schreckliche und emotionale Geschichte von einem tödlichen Autounfall erzählt. Angeblich war ein Nachbar der Saerbeckerin Schuld an dem Unfall. Nach diesen zweieinhalb Stunden war die Angerufene davon überzeugt, dass sie helfen muss. Der Anrufer forderte sie auf, eine „Kaution“ im fünfstelligen Eurobereich bereitzulegen, ein Helfer hole das Geld ab. Die Saerbeckerin legte daraufhin ihr erspartes Bargeld zuhause auf den Tisch – deutlich mehr als die geforderte Summe. Ein weiterer falscher Polizist, der als Geldabholer fungeirte, nahm daraufhin das komplette Geld mit, weil es angeblich überprüft werden müsse. Zügig machte er sich damit von dannen. Erneut haben Telefonbetrüger damit eine Frau im Kreis Steinfurt um ihr Erspartes gebracht. Daher warnt die Kreispolizeibehörde erneut eindringlich vor betrügerischen Anrufern, die ihre Opfer mit tragischen Geschichten konfrontieren und sie geschickt in ein emotionales Gespräch verwickeln, nur um am Ende Geld zu fordern. Bedenken Sie folgende Punkte:

   - Seien Sie misstrauisch, wenn Unbekannte am Telefon von 
     schockierenden Geschichten berichten, in die angeblich nahe 
     Bekannte oder enge Verwandte verwickelt sein sollen.
   - Haben Sie Mut und legen Sie einfach auf, wenn Ihnen eine 
     Geschichte am Telefon unglaubwürdig erscheint. Je länger das 
     Gespräch dauert, desto besser können die Kriminellen ihre 
     raffinierte Masche ausspielen. Lassen Sie sich nicht einwickeln!
   - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte 
     Personen! Niemals würde die echte Polizei oder die echte 
     Staatsanwaltschaft solche Geldübergaben an einer Haustür oder 
     einem anderen Ort veranlassen.
   - Erstatten Sie bei jedem Betrug oder Betrugsversuch Anzeige bei 
     der Polizei!

Zum aktuellen Fall liegt der Polizei eine Personenbeschreibung des kriminellen Geldabholers vor: Der Mann war etwa 30 Jahre alt, zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß und schlank. Er hatte ein schmales Gesicht, dunkle, kurze Haare und er sprach akzentfrei Deutsch. Der Täter trug eine schwarze Hose und eine dunkle Jacke sowie eine blaue OP-Maske. Die Polizei ermittelt in dem Fall und die Wache in Greven nimmt Hinweise von Zeugen entgegen unter Telefon 02571/928-4455.

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