Vom 15. bis 21. April 2026 nahmen elf Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Martinum Emsdetten im Rahmen des Erasmus+-Programms an einem Austausch mit Ljubljana teil. Gastgeber war das Gimnazija Vič, mit der die Schule seit 2025 im europäischen Austausch verbunden ist. Untergebracht waren die Jugendlichen bei slowenischen Gastfamilien, was bereits vom ersten Tag an für eine intensive interkulturelle Begegnung sorgte.
Nach der Anreise am Mittwoch und der Ankunft in Ljubljana wurden die deutschen Gäste zunächst an der Schule empfangen, erhielten ein typisch slowenisches Mittagessen und lernten anschließend ihre Gastfamilien kennen. Der erste Abend stand im Zeichen des Ankommens, Kennenlernens und eines ersten Einblicks in den slowenischen Alltag.

Der Donnerstag begann mit einem gemeinsamen Start an der Schule. Bei Kennenlernspielen kamen deutsche und slowenische Schülerinnen und Schüler schnell miteinander ins Gespräch. Es folgte ein Rundgang durch die Schule, bei dem die Gäste Einblicke in das Schulgebäude, den Tagesablauf und das Schulleben erhielten. In gemischten Gruppen arbeiteten die Jugendlichen anschließend gemeinsam an Projekten zum Thema „Stereotype und Voruteile“, eine Arbeit, die sie schon seit Schuljahresbeginn verfolgen. Die Projektgruppen präsentierten sich gegenseitig ihre Ergebnisse und tauschten sich über gesellschaftliche Themen aus.
Am Freitag standen sowohl praktische als auch inhaltliche Programmpunkte auf dem Plan. Am Vormittag bereiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine traditionelle slowenische Pogača zu, ein Fladenbrot, das später gemeinsam verzehrt wurde. Anschließend arbeiteten die Gruppen weiter an ihren Projekten und setzten sich unter anderem mit historischenund gesellschaftlichen Aspekten Sloweniens auseinander, insbesondere mit Minderheitenfragen. Besonders die Beziehung und die Umgangsweise mit slowenischen und italienischen Minderheiten in der historischen und politischen Vergangenheit standen dabei im Fokus. Dies bereitete die geplante Exkursion in das slowenische „Volkshaus“ in Triest vor, wo slowenische Kultur in Italien vermittelt wird.

Am Nachmittag erkundeten die Jugendlichen in Gruppen die slowenische Hauptstadt Ljubljana, wobei sie historische Orte, bekannte Sehenswürdigkeiten, moderne Architektur und das lebendige Stadtleben kennenlernten.

Ein besonderer Höhepunkt der Woche war der Samstag, an dem ein gemeinsamer Tagesausflug stattfand. Am Morgen ging es zunächst zu den Škocjan-Höhlen, einem UNESCO-Weltnaturerbe, wo die Gruppe die beeindruckende Karstlandschaft und die einzigartige Höhlenwelt erkundete. Den größten unterirdischen Canyon Europas zu erleben und oberhalb des wild rauschenden Flusses Reka durch die hohen Tropfsteinhölen zu wandern.
Anschließend ging es weiter nach Triest. Nach einer Mittagspause, konnte unter der Führung der slowenischen Gastgeber die Stadt erkundet werden. Dann besuchten die Schülerinnen und Schüler das Narodni Dom, das slowenische Nationalhaus („Volkshaus“), und setzten sich mit der Geschichte der Stadt sowie der Situation der slowenischen Minderheit auseinander. Der ereignisreiche Tag endete mit der Rückfahrt nach Ljubljana am Abend.

Der Sonntag bot Raum für individuelle Begegnungen und kulturelle Erlebnisse. Die Jugendlichen verbrachten den Tag mit ihren Gastfamilien. Viele nutzten die Gelegenheit, weitere Teile der Stadt oder die weitere Umgebung kennenzulernen, Museen zu besuchen, Wanderungen zu machen oder Zeit im familiären Umfeld zu verbringen.
Am Montag griff die Gruppe die Eindrücke der vergangenen Tage wieder auf und setzte die gemeinsame Projektarbeit fort. Vergleiche von Wahrnehmungen und Erfahrungen während des Tagesausflugs nach Triest standen dabei im Mittelpunkt. Am Nachmittag bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler auf eine sogenannte „Living Library“ vor, die am frühen Abend stattfand. In diesem besonderen Veranstaltungsformat kamen sie mit verschiedenen Menschen ins Gespräch, die sowohl aus ihrem persönlichen Leben als auch als berufliche Spezialisten ihres Gebiets zum Thema Stereotype und Vorurteile berichten und Fragen beantworten konnten. Die offenen Dialoge in Kleingruppen sorgten für intensive Gespräche und einen vertieften Austausch zum Projektthema.
Am Montagvormittag nahmen die deutschen Schülerinnen und Schüler noch am Deutschunterricht teil und motivierten so viele slowenische Schülerinnen und Schüler zum Deutschlernen. Ebenfalls erhielten sie auch einen weiteren authentischen Einblick in den Schulalltag der Partnerschule. Nach einem gemeinsamen letzten Snack hieß es schließlich Abschied nehmen und mittags traten die Emsdettener die Heimreise an.
Die Austauschreise nach Ljubljana war geprägt von intensiven Begegnungen, gemeinsamen Aktivitäten und zahlreichen persönlichen Gesprächen. Neben der Projektarbeit waren es vor allem das Leben in den Gastfamilien und die gemeinsamen Erlebnisse, die die Woche zu einer nachhaltigen Erfahrung machten. Die Teilnehmenden kehrten mit vielfältigen Eindrücken und neuen europäischen Freundschaften nach Deutschland zurück.




Danke für Ihre Nachricht. Wir werden diese schnellst möglich bearbeiten.