„Lieber kleine Schritte in Richtung Lösung, als gar keine Entscheidung!“

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Aus dem ursprünglichen Quintett Ahmann-Kellner-Kock-Ortmeier-Vogler ist nun ein Duo geworden: Oliver Kellner oder Dr. Thomas Kock, – einer von beiden wird der künftige Bürgermeister von Emsdetten. Das zu entscheiden liegt in der Hand des Wählers. „Ich hoffe auf eine große Wahlbeteiligung.“ So Oliver Kellner im Gespräch mit AllesDetten.

In den zehn Wochen nachdem wir an dieser Stelle die Kandidaten vorgestellt hatten, ist eine Menge passiert: „Wir hatten in der Zeit viele Begegnungen, interessante Gespräche, ich habe viele Menschen kennengelernt.“ berichtet Kellner aus dem vergangenen – und irgendwie ja noch andauernden Wahlkampf. „Bürger sind direkt mit Anliegen auf mich zugekommen, die ich natürlich nicht prompt alle selber lösen kann, ich bin ja auch noch nicht im Amt.“ aber er hat sie weitergeleitet an die zuständigen Stellen im Rathaus und will auch deren weitere Bearbeitung verfolgen.

Sein Bekanntheitsgrad ist enorm gestiegen und viele längst vergessene Zeitgenossen erinnern sich wieder an ihn. Kellner ist kein Grüner, wie man die Gründerväter der Partei aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kennt, Turnschuh und Strickpulli, und der nächste Pulli wurde dann auch nebenbei in politischen Sitzungen gefertigt. Mittlerweile sind nicht nur die Turnschuhe salonfähig geworden sondern auch die Grünen, befassen sich schon lange nicht mehr nur noch mit „ihrem Kerngeschäft“. Als selbständiger Unternehmer in der Versicherungsbranche ist Oliver Kellner das wirtschaftliche Denken nicht fremd, immer aber fließt der Gedanke der Nachhaltigkeit mit ein, die Umwelt ist überall irgendwie beteiligt und sie zu schützen ist ein hohes Gut. Ganzheitliche Konzepte sind ihm wichtig, d. h. wenn Lastenräder angeboten und vermehrt genutzt werden, dann muss auch ausreichend Möglichkeit geschaffen werden, diese im öffentlichen Raum sicher abstellen zu können, dann müssen auch Wege geschaffen werden, die die Voraussetzungen für derartige Fahrzeuge erfüllen.

Bei der bunten Zusammenstellung im Rat, wie sie denn aus dem 13. September hervorgegangen ist, werden sich künftig möglicherweise von Fall zu Fall unterschiedliche Mehrheiten auftun. Kellner ist es dabei wichtig einen möglichst breiten Konsens zu finden. Hält es auch für wichtig, dass er sich bei Prozessen, denen er ursprünglich nicht zugestimmt hatte, der demokratischen Mehrheit beugt und sich dann doch einbringt um den Vorgang zu einem für alle Beteiligten erfolgreichen Abschluss zu bringen. Als Beispiel führt er hier „Pastor’s Garten“ an, – seine Fraktion war von Beginn an gegen die jetzt umgesetzte Nutzung.

Fehler müssen offen kommuniziert werden und nicht im stillen Kämmerlein verheimlicht. „Fehler können vielerlei Ursachen haben und die gilt es auszumerzen, Lösungen zu finden“ weiß Oliver Kellner aus Erfahrungen mit seinem Mitarbeiterteam zu berichten. Diese würden ihn übrigens sehr vermissen, schätzen ihn als Chef, gönnen ihm aber selbstverständlich den Aufstieg ins höchste Amt seiner Heimatstadt.

„Entscheidungen müssen immer auf lange Sicht getroffen werden.“, ist er sich bewusst, dass ihm möglicherweise kurzfristig mal Gegenwind entgegen weht. Bürgerbeteiligungen sind grundsätzlich ein Weg, eine allgemeinverträgliche Lösung zu finden, „diese müssen aber nicht wegen jeder Kleinigkeit stattfinden.“ Auch wird es unter seiner Regie keine „Alibiveranstaltungen“ geben.

„Wer mich wählt, bekommt einen offenen, ehrlichen Bürgermeister. Ich bin wie ich bin, werde sichtbar sein, wahrnehmbar in meinen Handlungen.“

Natürlich haben wir dieses Gespräch auch mit Dr. Thomas Kock geführt, – darüber wird AllesDetten dann morgen berichten.

 

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