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Leserbrief zum Bericht über die letzte Ratssitzung

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Der Bericht über die Ratssitzung vom 15. Dezember 2022 (H I E R) veranlasste Detlef Gritz aus Emsdetten, uns einen Leserbrief zu schreiben.

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers bzw. der Verfasserin wieder. Es werden nur Leserbriefe veröffentlicht, die auch eine nachprüfbare Absenderangabe enthalten. Der Verfasser/die Verfasserin wird angegeben. Einsendungen mit beleidigendem, diskriminierendem Inhalt oder Textpassagen welche die Persönlichkeitsrechte eines Dritten verletzen, werden nicht veröffentlicht.

„Herr Kellner ist vor gut 2 Jahren als Sieger aus den Bürgermeisterwahlen hervorgegangen und als Hoffnungsträger für eine grünere Zukunft gestartet. Er wollte frischen Wind ins Rathaus bringen. Was ist daraus geworden?

Die teils 40 Jahre alten Verkehrsprobleme der Stadt werden unter dem Namen „Westumgehung“ versammelt und verwaltet. Es gibt keinen erkennbaren Einigungsprozess unter Führung des Bürgermeisters in Rat und Rathaus die bestehenden Verkehrsprobleme zu lösen, auch unabhängig vom Ergebnis der Planfeststellung zur Westumgehung. Hilflose Blicke zu den Beigeordneten helfen nicht, der Bürgermeister muss Richtung und Orientierung geben und darf die Verkehrsprobleme nicht nur aussitzen.

Der Aufbruch in eine Fahrrad freundliche Stadt wird vom Bürgermeister weder geführt noch unterstützt. Auch 2 Jahre nach Amtsübernahme wartet Emsdetten auf die erste sinnvolle Fahrradstraße. Der Ausbau an der Blumenstraße stockt und die Weiterführung bis zur Bachstraße/Hof Deitmar ist nicht einmal angedacht. Verbesserungen allgemein bei den Radwegverbindungen sind Fehlanzeige. Stattdessen beklagen wir weiter viele Unfälle zulasten Rad Fahrender.

Das Thema explodierende Energiekosten ist beim Bürgermeister noch nicht einmal angekommen, obwohl die Stadtwerke ein Tochterunternehmen der Stadt sind. Herr Kellner sitzt zusammen mit weiteren gewählten Politikern seit vielen Jahren im Aufsichtsrat. Nichts mitbekommen? Der große Gasspeicher hinterm Bahnhof war in den 2000er Jahren anderen Plänen im Wege und wurde abgebaut. Der Glaube daran, dass auch ohne Zwischenspeicherung immer Gas aus einer Röhre kommen würde, war stärker. Für diesen Irrglauben müssen die Kunden heute Höchstpreise zahlen. Jahrzehntelang wurden die Stadtwerkeüberschüsse an die Stadtkasse weitergereicht und ausgegeben. Hätten die Stadtwerke einen Teil als Notgroschen ansparen dürfen, könnten die explodierten Energiepreise zugunsten der Kunden gemildert werden. Das Thema selbst ist nicht einmal einen Tagesordnungspunkt einer Ratssitzung seit Ausbruch des Ukrainekriegs wert gewesen.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Sie sind der Hoffnungsträger der Bürger*Innen. Sie haben nicht nur die Schlüssel der Stadt übergeben bekommen, sondern haben auch das Privileg zu gestalten. Auf schöne Feiertage und ein besseres Jahr 2023.“

 

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