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Donnerstag, November 5, 2026
Start Sport Kritik erwünscht – aber sachlich und fair

Kritik erwünscht – aber sachlich und fair

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(Foto: Schwegmann)

Zum ersten TVE-Talk in der 2. Handball-Bundesliga hatte die Marketing GmbH gestern ihre Fans, Partner und darüber hinaus alle Interessierten eingeladen. Diese waren, wie es die Vergangenheit bereits gezeigt hat, wieder in Scharen in der Goracon-Lounge der EMS-Halle eingetroffen. Bei schmackhafter Bratwurst vom Grill und gekühlten Getränken gab es wieder eine Menge Informationen und die Möglichkeit für die Fans, Fragen zu stellen. Laut Trainer Lennart Lingener ist der TVE der einzige Verein in der 1. und 2. Bundesliga der ein derartiges Format bietet.

(Foto: Schwegmann)

Lingener lobte: „Wir haben eine tolle Historie, wir sind ein toller Verein, haben eine tolle Halle mit tollen Zuschauern. Das hier ist richtig zusammengewachsen, das hat sich entwickelt.“ Im Nachhinein betrachtet, seien die beiden Jahre, in denen man den Wiederaufstieg verpasst hat, vielleicht gar nicht so schlecht gewesen, in der Zeit sei eine Menge passiert, was dem Verein jetzt zu Gute kommt.

Kein Verständnis zeigte der Coach für Kommentare beispielsweise in den Sozialen Medien. Kommentare, die häufig von anonymisierten Profilen gemacht werden, häufig mit persönlichen Angriffen die unter die Gürtellinie gehen. „Ich bin für Kritik immer offen!“, wünscht er sich sogar den Austausch, aber sie muss konstruktiv bleiben und da stellt Lingener sich ausdrücklich auch vor jeden einzelnen Spieler seiner Mannschaft. „Wir gehen in jedes Spiel, mit dem Anspruch, es gewinnen zu wollen.“ Dass das nicht immer funktionieren kann, wenn man als Aufsteiger in ein neues Leistungsniveau kommt, ist ganz natürlich – aber die Entwicklung, die die Mannschaft gezeigt hat, ist positiv und das ist wichtig. Nach dem zehnten Spieltag in der Liga steht man aktuell auf einem Nichtabstiegsplatz und das ist für diese Saison doch vorrangiges Ziel, der Klassenerhalt. Parallel dazu spielt die Mannschaft am kommenden Mittwoch im Achtelfinale des DHB-Pokals.

Die EMS-Halle hat aktuell 99 % Auslastung bei den Heimspielen. Emsdetten hat mit 1.400 Dauerkarten so viel wie kein anderer Verein in der 2. Liga. Die Stimmung in der Halle ist häufig der spielentscheidende achte Mann. – Genau dahin ging auch ein Aufruf von Lennart Lingener: „Ich danke Euch, dass Ihr heute Abend hier seid, Euch die Zeit nehmt. Ihr seid der Multiplikator dessen, was wir hier erzählen. Tragt das in die Halle. Gerade wenn wir mal mit fünf Toren zurückliegen, dann brauchen wir Euch. Dann dürft Ihr nicht den Kopf in den Sand stecken. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, welche Wirkung die Tribünen auf die Akteure unten auf dem Feld haben.“

Marc Esche steht seit dem Spiel am vergangenen Wochenende in Dresden wieder im Kader des TVE, – war eigentlich im Sommer bei der Aufstiegsfeier offiziell verabschiedet worden. Esche ersetzt den derzeit längerfristig verletzten Eric Damböck. Für Esche war das Spiel in Dresden in doppelter Hinsicht ein ganz besonderes: Zunächst die Rückkehr in seine ehemalige Mannschaft mit der er zwischenzeitlich aber in Kontakt geblieben war und auch hin und wieder zusammen trainiert hat. Und in Dresden ist Marc Esche auf viele Gegenspieler getroffen, mit denen er einst in der A-Jugend zusammengespielt hat: „Das hat mich schon krass weggekribbelt!“

(Foto: Schwegmann)

Mats Leon Dörtelmann, Youngster im Profiteam, Gewächs der eigenen Jugend, stand ebenfalls Rede und Antwort. Dörtelmann hat in den vergangenen zwei Jahren eine enorme Entwicklung erfahren, profitiert von seinen Einsätzen im Profi-Team: „Gegen Spieler mit Erstligaerfahrung anzutreten, ist natürlich immer eine besondere Herausforderung aus der man lernt.“

Gabor Langhans berichtete stolz von den erkennbaren positiven Entwicklungen in der GREEN ACADEMY. Auch hier könnten noch ehrenamtliche Helfer gebraucht werden, sei es als Fahrer für die Spieler, beim Auf- und Abbau zu den Spielen und Trainingseinheiten oder vielen anderen Dingen.

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