Kreisjugendamt und AG 78 im Kreis Steinfurt bitten um Verständnis für Maßnahmen in den Kitas

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Die Kitas offenhalten – das ist das große Ziel des Kreisjugendamtes und der AG 78. (Foto: Kreis Steinfurt)

Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie – sie sind zurzeit auch im Kreis Steinfurt in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen spürbar. Einer davon sind die Kitas im Kreis. Martinsumzüge, Weihnachtsfeiern und externe Angebote in den Einrichtungen fallen aus, die Eltern werden gebeten, ihre Kinder vor der Tür zu verabschieden und die Kita nicht zu betreten, der Kontakt der Eltern mit den Erzieherinnen und Erziehern ist auf ein Minimum reduziert und wo es möglich ist, werden einzelne Gruppen strikt getrennt. „Wir verstehen sehr gut, dass das für viele Eltern eine überaus schwierige und unbefriedigende Situation ist und sie sich abgeschnitten fühlen. Gerade das Gespräch mit den Erzieherinnen und Erziehern hat für sie einen hohen Stellenwert“, erklärt Kreisjugendamtsleiter Mike Hüsing.

Dennoch bittet das Kreisjugendamt gemeinsam mit der AG 78, einer Arbeitsgemeinschaft aus Trägern der Kitas sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kindertagespflege, der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und des Jugendamtselternbeirats, um Verständnis für die Maßnahmen. „All dies tun die Kitas aus einem einzigen Grund: Um Infektionen zu vermeiden und somit geöffnet bleiben zu können“, unterstreicht Beate Schürmann, pädagogische Leitung bei der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland und Sprecherin der AG 78. „So halten die Kitas insbesondere den berufstätigen Eltern den Rücken frei. Die Kitas treffen die Maßnahmen damit im Interesse der Eltern“, ergänzt sie. Das zeige sich auch daran, dass sich alle Träger im Kreis einig seien, ihre Kitas vor Heiligabend – anders als die Schulen – nicht generell schließen zu wollen, um die Eltern auch in dieser Zeit zu entlasten.

Durch die vom Kreisjugendamt empfohlenen Maßnahmen, wie beispielsweise – wenn möglich – eine Trennung von Gruppen, sei es bislang gelungen, die Schließung ganzer Einrichtungen in den meisten Fällen zu vermeiden. So wurde oftmals nur für einzelne Gruppen eine Quarantäne ausgesprochen, nicht aber für alle Kinder einer Einrichtung. „Davon profitieren Kinder und Eltern“, bestätigt Mike Hüsing.

Insgesamt erschwere auch die angespannte Personalsituation die Arbeit der Kitas zusätzlich, erklärt Beate Schürmann. Aus Vorsicht seien Erzieherinnen und Erzieher bei Erkältungssymptomen zurzeit häufig länger krankgeschrieben, als dies unter normalen Umständen der Fall wäre. Um Abhilfe zu schaffen, würden viele Kitas daher Alternativen zum persönlichen Kontakt, wie virtuelle Elternbeiratssitzungen oder telefonische Elterngespräche, anbieten.

Eines ist für Mike Hüsing und Beate Schürmann in jedem Fall sicher: „Wir freuen uns genauso wie die Kinder und die Eltern auf den Tag, an dem alles wieder seinen normalen Gang nehmen kann.“

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