Kreis Steinfurt profitiert vom Konjunkturprogramm der Bundesregierung

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„Vom Corona-Konjunkturprogramm der Bundesregierung mit seinem Gesamtvolumen von 130 Milliarden Euro wird auch der Kreis Steinfurt zukünftig in den verschiedensten Bereichen profitieren“, ist sich Dr. Martin Sommer, kommissarischer Landrat des Kreises Steinfurt, sicher.

Einer dieser Bereiche ist der Klimaschutz: Fast 30 Milliarden Euro sollen hier investiert werden, davon alleine neun Milliarden Euro in die Förderung der Zukunftstechnologie Wasserstoff. Gleichzeitig ist die viel diskutierte Deckelung von Photovoltaik vom Tisch. Dr. Sommer begrüßt daher die geplanten Vorhaben: „Die Schwerpunkte des Konjunkturprogrammes passen hervorragend zu unserem Klimaschutz-Profil. Wir haben alle Voraussetzungen, um die verschiedenen Förderprogramme schnell in konkrete Maßnahmen umzusetzen.“

Silke Wesselmann, Leiterin des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit und Geschäftsführerin des mit Klimaschutzaufgaben betrauten energieland2050 e.V., freut sich über die klare Ausrichtung des Programms: „Als NRW-Modellregion für Wasserstoff-Mobilität erarbeiten wir aktuell ein Konzept für grünen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Bei der Elektromobilität oder im Bereich der Gebäudesanierung haben wir im energieland2050 e.V. zahlreiche Akteure, die Projekte direkt umsetzen können. Fördermittel und Investitionszuschüsse können wir daher bestens gebrauchen. Und die Servicestelle Sonne im energieland-Verein steht bereit für alle, die jetzt Photovoltaik-Anlagen aufs Dach bauen wollen.“

Das Konjunkturprogramm sieht unter anderem eine höhere Förderung bei der Anschaffung von E-Autos und eine Investition von 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur vor. Außerdem werden das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und die Förderprogramme des Bundes zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude aufgestockt und 700 Millionen Euro für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zur Verfügung gestellt. Die Förderung von Photovoltaikanlagen wird fortgesetzt und der Ausbau von Windenergie auf See und an Land weiter angestrebt.

„Unmittelbar finanziell entlastet wird der Kreis Steinfurt außerdem durch die erhöhte Beteiligung des Bundes an den Kosten der Unterkunft“, berichtet Dr. Sommer von einem zweiten zentralen Aspekt des Konjunkturprogramms für den Kreis. So sind die mit rund 52 Millionen Euro eingeplanten Kosten der Unterkunft im laufenden Haushaltsjahr neben der Landschaftsumlage (113 Millionen Euro) die größte Finanzposition. In Zahlen ausgedrückt bedeutet die Ankündigung des Bundes nach heutigem Kenntnisstand eine zusätzliche Entlastung für den Kreishaushalt von bis zu circa 10 Millionen Euro. Bisher übernimmt der Bund rund 40 Prozent der Kosten (rund 21 Millionen Euro). Insgesamt kann der Kreis also auf eine Übernahme der Kosten in Höhe von bis zu 31 Millionen Euro hoffen (rund 60 Prozent).

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