Kreis Steinfurt informiert über Auswirkungen und den Umgang mit der Erderhitzung

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(Grafik: DWD)

Die Starkregenereignisse der vergangenen Woche in Süddeutschland erinnern daran, wie wichtig die Anpassung an die Folgen des menschengemachten Klimawandels ist. Daher informiert der Kreis Steinfurt gemeinsam mit dem energieland2050 e.V.  in den folgenden Sommermonaten unter dem Motto „#kreisklima – Bist du klimafit?“ über regionale Klimafolgen und Tipps zur Vorsorge.

Klima und Wetter im Münsterland werden nicht nur wärmer, sondern auch extremer, prognostiziert das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz. „Das bedeutet unter anderem eine Zunahme von Starkregenereignissen, Hitzeperioden sowie Trockenheit im Sommer“, sagt Carsten Rech, Projektkoordinator für Klimafolgenanpassung beim Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreis Steinfurt. Insbesondere in den letzten Jahren ist die Erderhitzung auch im Kreis Steinfurt zu beobachten. Sehr anschaulich zeigen das die sogenannten Klimastreifen, im Original „Warming Stripes“, des britischen Klimawissenschaftlers Ed Hawkins: Anhand einer grafischen Darstellung mit farbigen Balken, die die mittlere Jahrestemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 symbolisieren, ist der Temperaturanstieg gut erkennbar. „Im Kreis Steinfurt war das kälteste Jahr 1881 mit 7,5 °C Jahresdurchschnittstemperatur und 2023 das wärmste mit einer Durchschnittstemperatur 11,5 °C“, erläutert Rech.

Diese Entwicklung erfordert Reaktionen, sagt Landrat Dr. Martin Sommer: „Schon heute verfolgen wir im Kreis Steinfurt zahlreiche Maßnahmen, um unser Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. Ergänzend wird die regionale Klimafolgenanpassung immer bedeutsamer, zu der unsere diesjährige Informationsreihe einen wichtigen Beitrag leistet.“

Die nun startende Kampagne des Kreises Steinfurt soll die Bürgerinnen und Bürger für Klimafolgen und ihre Auswirkungen sensibilisieren. „Unter anderem mit Vorträgen, Klimaexkursionen und Tipps in den sozialen Medien möchten wir die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt aufklären und bei der individuellen Vorsorge unterstützen“, umreißt Silke Wesselmann, Leiterin des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Inhalt und Ziel der Kampagne.

Den Auftakt bilden zwei kostenlose Online-Vorträge, zu denen der Kreis Steinfurt gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW einlädt: Am Dienstag, 18. Juni, findet um 18 Uhr der Vortrag „Spitze bei Hitze – das hitzerobuste Haus“ statt. Energieberater Hermann-Josef Schäfer informiert Mieter und Gebäudeeigentümer darüber, wie Innenräume gegen Überhitzung an heißen Sommertagen geschützt werden können. Ergänzend geht er kurz auf die Vorsorge gegen Schäden durch Starkregen ein. Der Vortrag dauert ca. 45 Minuten, im Anschluss ist ein Austausch möglich. Interessierte können den Zugangslink zum Vortrag unter www.energieland2050.de/kreisklima anfordern.

Am Mittwoch, 26. Juni, folgt die Infoveranstaltung „Dachbegrünung als Starkregenschutz“, in der Expertin Andrea Wagner von der Verbraucherzentrale NRW vorstellt, wie Grundstückseigentümer mit einem Gründach die Folgen von Starkregenereignissen rund um das Haus abmildern können. Die Teilnehmenden erfahren in dem halbstündigen Online-Seminar, wie Dachbegrünungen aufgebaut sind und welche Varianten besonders viel Niederschlagswasser speichern können. Das Online-Seminar beginnt um 12 Uhr. Interessierte können sich dafür unter www.abwasser-beratung.nrw/veranstaltungen anmelden.

In den folgenden Wochen sind weitere Informationsveranstaltungen im Rahmen der Kampagne geplant. Die Termine werden fortlaufend unter www.energieland2050.de/kreisklima veröffentlicht.

Die Vorträge der Verbraucherzentrale werden gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (für die Energieberatung) und durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (für das Projekt „Mehr Grün am Haus“).

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