Kinder- und Jugendärzte im Kreis Steinfurt suchen Schulterschluss mit Stabstelle Corona

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Viele Eltern sind derzeit besorgt und unsicher: Was ist zu tun, wenn das Kind morgens mit leichten Erkältungssymptomen aufwacht? In die Kita oder Schule schicken? Oder doch lieber einen Corona-Test machen?

Um für Familien in diesen nicht immer eindeutigen Fällen eine Orientierungshilfe zu entwickeln, trafen sich jetzt Dr. Arnold Freund und Dr. Ralf Bodeewes als Vertreter der Kinder- und Jugendärzte im Kreis Steinfurt mit Dr. Karlheinz Fuchs, Leiter der Stabsstelle Corona Kreis Steinfurt, und Dr. Ulrich Pott, Gesundheitsamt des Kreises, zu einem Abstimmungsgespräch.

Fakt ist: Wenn alle Kinder mit leichten Symptomen auf SARS-CoV-2 getestet werden sollen, reichen die Ressourcen für eine Testung auf SARS-CoV-2 nicht aus. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wäre allein bei Kindern zwischen 0 und 15 Jahren mit einem Testaufkommen von rund 1,5 Millionen Testungen pro Woche deutschlandweit zu rechnen.

Gemeinsam weisen die Kinder- und Jugendärzte sowie die Stabsstelle Corona darauf hin, dass – anders als vor der Covid-19 Pandemie – symptomatische Menschen sich frühzeitig in die freiwillige Quarantäne zu Hause begeben sollten. Bei schwerer oder langanhaltender Symptomatik oder bei bekanntem Kontakt zu Covid-19-Erkrankten müsse Kontakt mit dem Kinder- und Jugendarzt aufgenommen werden. Dieser entscheide, ob ein Corona-Test gemacht wird.

Die Kinder- und Jugendärzte empfehlen daher, nicht alle Kinder mit Erkältungssymptomen auf das Coronavirus zu testen. Kinder mit leichten Symptomen wie Schnupfen sollten erst einmal zumindest 24 Stunden zu Hause beobachtet werden. Kommen keine weiteren Symptome hinzu, so ist aus Sicht der Kinder- und Jugendärzte ein Besuch der Schule oder Kindertagesstätte grundsätzlich möglich. Die Stabsstelle Corona des Kreises Steinfurt stützt diese Empfehlung.

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