Kinder aus der Ukraine in Emsdettener Kitas

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  • ab August werden Kita-Plätze benötigt
  • Wo können Betreuungszeiten reduziert werden?

Ab August 2022 werden für die Betreuung ukrainischer Kinder dringend Kita-Plätze benötigt. Die Stadt Emsdetten appelliert daher an alle Eltern, ihren Betreuungsumfang zu überdenken und wenn möglich zu reduzieren. Der Stadt Emsdetten ist bewusst, dass die Kinderbetreuung in den meisten Fällen eng mit dem Arbeitsalltag der Familien verknüpft ist. Dennoch soll diese Chance genutzt werden, um weitere Betreuungsplätze ohne zusätzlichen Personalbedarf schaffen zu können.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind zahlreiche Menschen aus dem Kriegsgebiet geflohen. Auch in Emsdetten sind seitdem 187 Personen, davon 74 Kinder und Jugendliche, angekommen, um hier Schutz zu suchen. Keiner weiß, wie lange sich der Krieg in der Ukraine noch hinziehen wird und wann die Geflüchteten wieder zurück in ihre Heimat können. Der Stadt Emsdetten ist es daher besonders wichtig, dass die Menschen hier bestmöglich integriert und unterstützt werden. Insbesondere den Kleinsten soll durch ein Betreuungsangebot ein geregelter Tagesablauf und Kontakt zu anderen Kindern ermöglicht werden. Für Kinder zwischen drei und sechs Jahren werden daher ab August noch Kita-Plätze benötigt.

In vielen Kitas gäbe es grundsätzlich noch die Möglichkeit, zusätzliche Plätze einzurichten. Nur fehlt es dazu an Personal. Der Personaleinsatz ist auf den Betreuungsbedarf der bereits angemeldeten Kinder angepasst. Ohnehin ist die Personalsituation in den Kitas derzeit bereits angespannt. Durch die Betreuung zusätzlicher Kinder würde das Personal in den Einrichtungen weiter belastet werden. Die Stadt Emsdetten appelliert daher an alle Eltern, ihre angemeldete Betreuungszeit zu überdenken und wenn möglich zu reduzieren. So können die geflüchteten Familien unterstützt und die Betreuung ukrainischer Kinder ermöglicht werden. Wenn sich in einer Kita nur zwei Familien bereit erklären würden, die Betreuungszeit von 45 auf 35 oder von 35 auf 25 Wochenstunden zu reduzieren, könnte in dieser Einrichtung ein Platz mit bis zu 25 Wochenstunden zusätzlich geschaffen werden, ohne dass ein Personalmehrbedarf entstehen würde. Zu beachten ist, dass sich der reduzierte Stundenumfang natürlich nach wie vor an den vorhandenen Stundenmodellen der jeweiligen Einrichtungen orientieren muss. Die Stundenreduzierung würde lediglich für das kommenden Kita-Jahr 2022/2023 vereinbart werden. Der zu zahlende Elternbeitrag würde sich selbstverständlich ebenfalls entsprechend reduzieren. Alle Eltern, die ihre Betreuungszeit reduzieren könnten, können sich gerne an ihre jeweilige Einrichtungsleitung wenden.

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