Keine Wahlplakate mehr an Laternen… fordert die JU-Emsdetten

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Erik Eßmann, JU-Vorsitzender (Foto: CDU, Emsdetten)

In den Wochen vor Wahlen, sei es für den Bundestag, Landtag, Europa oder auch auf kommunaler Ebene, verändert sich das Straßenbild ganz erheblich: Wahlplakate werden häufig gleich mehrfach an die Laternen getackert, gebunden, gehängt, gerödelt. Restposten sind häufig auch noch Wochen nach der Wahl zu finden. Die Junge Union (JU) in Emsdetten möchte dieses nun geändert wissen und fordert in einer aktuellen Pressemitteilung:

Die Junge Union Emsdetten fordert eine Absprache zwischen den Parteien, um zukünftig die Kleinplakate für die Europa-, Landtags- und Bundestagswahl zu reduzieren.

Die zahlreichen Kleinplakate seien „nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Erik Eßmann, Vorsitzender der Jungen Union Emsdetten. Neben einer Ablenkung beim Straßenverkehr und einer erhöhten Menge an Müll, führen die übermäßigen Kleinplakate zu keinem Nutzen für ohnehin bekannte Kandidaten bei Europa-, Landtags- und Bundestagswahlen.

So sind die Kleinplakate nicht nur ein zusätzlicher Kostenfaktor, sondern benötigen auch für die Aufhängaktion erhebliche personelle Ressourcen: Einige Parteien beauftragen für das Aufhängen sogar Firmen und schließen sich in Teams mit Mitgliedern aus dem gesamten Kreisgebiet zusammen. Die meisten Parteien hängen die Plakate jedoch mit Mitgliedern aus den eigenen Reihen über einen Tag lang auf. Dabei ist der Nutzen der Kleinplakate im Vergleich zu den Großplakaten fraglich. „Statt interessante Veranstaltung für die Bürger an dem Tag umzusetzen, findet ein bizarrer Wettstreit um den hübschesten Laternenmast in bester Lage statt.“ so Eßmann.

Zu jeder Wahl stehen ohnehin Großplakate an den großen Kreuzungen und Plakatwände im Stadtgebiet. Diese in Kombination mit einer geringen Anzahl von Kleinplakaten an relevanten Orten hält die Junge Union für ausreichend.

Eine Ausnahme sollen Kleinplakate für Kommunalwahlen bleiben. Hierbei ist es nach wie vor unabdingbar, den örtlichen Kandidaten die Möglichkeit zu geben, mithilfe von Kleinplakaten zu werben. Insbesondere die Kleinteiligkeit der Wahlbezirke macht eine solche Präsentation notwendig.

Laut der Jungen Union wurde das Thema der Kleinplakate in der Vergangenheit bereits zwischen den Parteien diskutiert: bislang allerdings ohne Ergebnis. Mit diesem Schritt in die Öffentlichkeit möchte die Junge Union die Debatte über die Kleinplakate erneut anstoßen und erhofft sich Bewegung bei dem Thema. Idealerweise noch vor der Landtagswahl, um eine mit Kleinplakaten zugekleisterte Stadt zu vermeiden und einen parteiübergreifenden Konsens zu finden.

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