Jugendrat in Emsdetten

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Seit November 2021 treffen sie sich alle 14 Tage, entweder online oder jetzt wieder in Präsenz: der Jugendrat der Stadt Emsdetten, 20 Jugendliche im Alter von 12 – 17 Jahren. Vertreter aller weiterführenden Schulen in Emsdetten, der MKG Saerbeck und des AJG St. Arnold. Die katholische wie auch evangelische Kirche sind vertreten, der Treffpunkt 13drei und auch die Gruppierung der Fridays-For-Future-Bewegung. – Alles, was AllesDetten schon über den Jugendrat berichtet hat, gibt es H I E R.

Sie sollen künftig die Stimme der Jugendlichen in der Stadt Emsdetten sein, stellten sich am Dienstag dem Jugendhilfeausschuss vor und standen den Kommunalpolitikern für Fragen zur Verfügung und zogen eine Zwischenbilanz dessen, was schon gemacht wurde sowie Ausblick auf das, was in naher Zukunft noch erreicht werden soll.

Lisa Bohle und Michael Loose, beide Mitarbeiter des Jugendamtes, begleiten das Projekt. Um sich kennenzulernen gab es zunächst ein Graffiti-Projekt. In Dortmund schaute man sich Tricks und Kniffe an, entstanden ist daraus letztlich das Kunstwerk welches seit einiger Zeit die Stützmauer zwischen EmsdettenTor und Moorbrücke schmückt.

Doch mittlerweile hat man sich mehr und mehr auch inhaltlich mit politischen Themen beschäftigt. Durch die Stadtverwaltung werden immer wieder Themenvorschläge aus dem aktuellen politischen Geschehen gemacht. Aus diesen Vorschlägen wird ausgewählt und in den darauffolgenden Sitzungen sich intensiv damit beschäftigt. Mitarbeiter der zuständigen Fachdienste stehen dem Jugendrat dann zur Verfügung um inhaltlich das notwendige Hintergrundwissen zu vermitteln.

Das Mobilitätskonzept, die Gestaltung von Hof Deitmar, die aktuell durchgeführte U18-Wahl, die Menschenkette für mehr Solidarität während der Pandemie, die Mahnwache zum Ukraine-Krieg – um nur einige Projekte zu nennen, bei denen der Jugendrat sich eine Meinung gebildet hat und damit auch Einfluss nehmen konnte. Jugendliche sehen viele Dinge ganz anders als die Erwachsenen, die in der Regel in den politischen Gremien die Entscheidungen treffen. Daher ist es wichtig, den jungen Menschen nicht eine „Erwachsenen-Entscheidung“ vorzusetzen, mit der sie vielleicht vielfach nichts anfangen können, sondern am Prozess dieser Entscheidungsfindung zu beteiligen.

Die 20 hier ausgewählten Vertreter sind mit Engagement und Herzblut bei der Sache, treffen sich häufig außerhalb der 14-tägigen Sitzungen zusätzlich noch in den einzelnen Arbeitsgruppen.

Die Politik lobte fraktionübergreifend den Einsatz und zeigte sich erwartungsfroh, was die künftige Zusammenarbeit angeht. Möglicherweise werden sie mit einer Stellungnahme des Jugendrates zu einigen Themen ja tatsächlich anders entscheiden, als wenn sie nur die eigene Expertise hätten.

 

 

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