Jetzt sind sie mittendrin im Abstiegskampf – TVE gibt zuhause gegen Eisenach beide Punkte ab

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Aufgabe des Schiedsrichtergespanns Matthias und Sebastian Klinke wäre es eigentlich gewesen, etwas mehr Ruhe ins zerfahrene Spiel zu bringen, stattdessen waren sie mit einigen denkwürdigen Entscheidungen vielfach auch Ursache.(Foto: Thorsten Fisseler)

Mit 27:30 (14:14) wird die Begegnung zwischen dem TV Emsdetten und dem ThSV Eisenach am heutigen Sonntag in der EMS-Halle nach 60 Minuten abgepfiffen. Völlig zerfahren das Spiel, die Emsdettener Akteure wirkten übernervös. Erste Schlüsselszene: in der Anfangsphase bekommt Kapitän Marcel Schliedermann im Angriff in aussichtsreicher Position eine gegnerische Hand ins Gesicht, geht zu Boden. Freddy Stüber hat sich in dem Moment nicht unter Kontrolle, schnell bildet sich ein Rudel. Stüber erhält daraufhin eine Zeitstrafe, muss für zwei Minuten auf die Bank, darf das im Verlaufe des Spieles noch weitere zwei Mal, was letztlich die rote Karte bedeutet.

Maurice Paske kann zwar in der Anfangsphase einen Strafwurf parieren, legt sich aber in der Folgezeit, das Ei gleich dreimal irgendwie unglücklich selber ins Nest: zunächst ein Pfostentreffer des Gegners, der Abpraller wiederum trifft seinen Rücken und geht ins Tor. In der zweiten Hälfte kommt er an den Ball, der als Torwurf gedacht war, aber von der Fluglinie her nie eingenetzt hätte. Paske berührt den Ball, bremst ihn dadurch und das runde Leder bringt einen Zähler für die Gäste aus Thüringen. In der dritten Szene kann er einen Ball zunächst halten, dieser rutscht ihm dann aber doch noch mal unten durch.

Eine Vielzahl unnötiger Ballverluste, fast 20 Fehlwürfe auf’s Tor, „damit kann man kein Spiel gewinnen“, weiß auch Trainer Sascha Bertow nach dem Spiel in der Pressekonferenz einzugestehen. „Wir haben zu viele Fehler gemacht. Die Jungs waren eigentlich heiß. Die Geschichte, dass wir am vergangenen Mittwoch in den Schlussminuten das Spiel noch umgebogen haben, hat uns eigentlich positiv gestimmt.“ Viele standen unter besonderem Druck seit langer Zeit mal wieder vor so viel Publikum in heimischer Halle, das unbedingt Liefern müssen.

Gästetrainer Mischa Kaufmann gesteht ein, in vielen Situationen auch einfach nur der Glücklichere gewesen zu sein: „Aber Glück muss man sich erarbeiten. Der TVE steckt mitten im Abstiegskampf, da baut sich Druck auf, und genau das war unsere Chance: wir konnten locker und befreit aufspielen.“ Seinem Torhüter will er gleich erstmal „ein Kränzchen binden“, der hat grandios gehalten.

Dem TVE ist es in 13 Spielen in Folge nicht gelungen 30 Tore in einem Spiel zu werfen (letztmalig am 18. Dezember letzten Jahres in Hamm), haben sich aber in gleichem Zeitraum in sieben Spielen 30 oder mehr eingefangen.

Am kommenden Samstag steht das Rückspiel beim TV Großwallstadt an. In der Hinrunde konnten die Emsdettener mit einem 31:27 Erfolg beide Punkte in Emsdetten halten, den Großwallstädtern blieb nur ein Turnbeutel voller schöner oder weniger schöner Erinnerungen.

Großwallstadt steht derzeit in der Tabelle nur einen Punkt vor Emsdetten, wird also alles daran setzen, den Münsterländern in heimischer Halle die beiden Punkte wieder abzunehmen, um ihrerseits nicht tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten.

Maurice Paske   7 Paraden (konnte 1 Strafwurf abwehren)
Oliver Krechel   4 Paraden (konnte 2 Strafwürfe abwehren)
Orn Vesteinsson Östenberg   5 Tore, 1 Zeitstrafe
Yannick Terhaer   4 Tore
Jakob Schwabe   4 Tore, 1 Zeitstrafe
Ole Schramm   1 Tor, 1 Gelb
Paul Kolk   3 Tore
Marcel Schliedermann   1 Tor, 1 Zeitstrafe
Dirk Holzner   4 Tore (davon 3 Strafwürfe?
Freddy Stüber   1 Tor, 3 x Zeitstrafe = rote Karte, 1 x Gelb
Rene Mihaljevic   1 Tor, 1 Zeitstrafe
Anton Runarsson
Maximilian Nowatzki   3 Tore

 

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