Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr

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In 2020 musste sie pandemiebedingt ausfallen und auch in 2021 wurde der sonst übliche Termin in der Fastenzeit zwischen Karneval und Ostern verschoben. Am vergangenen Samstag konnte Wehrführer Willi Kemper dann rund 200 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Emsdetten und des Löschzuges Hembergen in der Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses begrüßen. Ein besonderer Gruß ging dabei an den erstmals teilnehmenden Bürgermeister Olliver Kellner, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Frank Burrichter, dem Ordnungsamtsleiter Manfred Wietkamp, 1. Beigeordneten Elmar Leuermann sowie Ehrenwehrführer Dieter Rengers und Ehrenstabführer Ludwig Kattenbeck.

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung von Guido Heitmeier lockerte die Veranstaltung in den Pausen immer wieder mit Beiträgen auf.

Oliver Kellner bedankte sich in seinem Grußwort für all die Einsätze die die Wehr in den vergangenen Jahren geleistet hat, sowohl in Emsdetten als auch über Emsdettens Grenzen hinaus in Form der Amtshilfe. Kellner hatte sich bei verschiedenen Einsätzen selbst von der Leistungsfähigkeit der Emsdettener Feuerwehr überzeugen können. Er zeigte sich überaus beeindruckt über die Motivation und Zuverlässigkeit sowie das disziplinierte Ineinandergreifen am Einsatzort. Die Feuerwehr hat alle Aufgaben stets mit Bravour erfüllt. Kellner bedankte sich auch für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Wehrführung und sicherte für die Zukunft die volle Unterstützung von Rat und Verwaltung der Stadt Emsdetten zu.

Die Feuerwehr in Emsdetten zählt derzeit 289 Mitglieder, hierin enthalten sind auch die Mitglieder des Musikzuges sowie der Ehrenabteilung, so dass tatsächlich im aktiven Feuerwehrdienst nocht 177 Kameradinnen und Kameraden stehen.

„Corona / Covid19 hat die letzten beiden Jahre geprägt und ist auch noch nicht vorbei“ so Willi Kemper in seinem Rückblick auf die Zeit nach der letzten Jahreshauptversammlung in 2019. Er zeigte chronologisch die Entwicklung der Pandemie auf und parallel dazu, wie man hier in Emsdetten darauf reagiert hat. „Emsdetten hat in Rekordzeit quasi aus dem Nichts ein Testzentrum aus dem Boden gestampft um das uns viele umliegende Städte und Gemeinden beneiden.“

Während der Lockdowns mussten natürlich auch sämtliche Aktivitäten ausfallen, Übungen, Proben des Musikzuges, Lehrgänge, Leistungsnachweise, der Feuerwehrtag fand nicht statt. Die dann eingerichteten „online-Übungen“ bei denen theoretisches Wissen vermittelt wurde, wurden durchschnittlich von 70 Teilnehmern wahrgenommen.

Im Berichtsjahr 2020 wurden 349 Einsätze gefahren. Fünf sogenannte Großfeuer, 16 x Mittel- und 53 Kleinfeuer. Darüber hinaus gab es Wasser-/Sturmschäden, Gasalarm, Menschen oder Tiere in Notlage, Verkehrsunfälle, sonstige technische Hilfeleistungen oder auch nachbarschaftliche Hilfe.
Bei den Brandeinsätzen ging es in 26 Fällen um Wohngebäude, 22 x Wald/Heide/Moor, in 17 Fällen Gewerbe/Industrie. Landwirtschaftlliche Anwesen, Fahrzeuge waren weitere Einsatzziele. In nur einem Fall wurde vorsätzliche Brandstiftung nachgewiesen, in 16 Fällen Fahrlässigkeit.
53 x haben automatische Brandmeldeanlagen sogenannte „blinde Alarme“ ausgelöst.
Die jeweils geschätzte Schadenssumme beläuft sich in 2020 auf 771.600 €. Der tatsächlich dann durch die Versicherungen festgestellte Wert kann abweichen.
26.104 Einsatzstunden sind in 2020 geleistet worden.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Burrichter überbrachte die Grüße des Landrates Dr. Martin Sommer. Burrichter wies in seiner Ansprache auf die vorbildliche Arbeit der Emsdettener Wehr hin. Nicht umsonst sei Emsdetten in einigen Bereichen zum NRW-Stützpunkt ausgestattet worden. Auch er lobte die Zusammenarbeit auf Kreisebene. Zum Abschluss hatte er dann noch eine besondere Auszeichnung für Willi Kemper vorzunehmen, von der dieser im Vorfeld nichts wusste.

Markus Wilp als Leiter der Rettungswache wies im Verlaufe des abends darauf hin, dass zwar die Einsätze „niederschwelliger Notrufe“ zurückgegangen sei, wohl aus dem Grunde, weil man tunlichst einen Krankenhausaufenthalt in dieser Situation vermeiden wolle, durch die zusätzlichen Einsätze mit Corona-Patienten, sich die Lage aber wieder ausgleiche. Mit 3.850 gefahrenen Einsätzen (RTW) liege man etwa im Mittel der vergangenen fünf Jahre. Besonders bedankte sich Wilp nochmal beim Kreis, der eine frühzeitige Impfung der Einsatzkräfte im Rettungsdienst ermöglicht hat. Dieser Personenkreis ist besonders gefährdet.

Die hier wiedergegebenen Zahlen und Fakten sind nur Auszüge des gesamten, sehr umfassenden Berichtes, der auch auf der Homepage der Freiwillligen Feuerwehr, auf die Kemper nochmal mit Stolz hingewiesen hatte, einsehbar.

 

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