Im Garten mit Jacky (8.)

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(Foto: Schwegmann)

Hey, ich bin Jacky und wenn ich eines in den letzten Jahren im Garten gelernt habe, dann das: Ein schönes Staudenbeet lebt nicht nur von Farben, sondern vor allem von unterschiedlichen Höhen.

Stauden in verschiedenen Höhen – warum ein Beet erst dadurch richtig lebendig wirkt

Gerade Gartenanfänger achten beim Pflanzen oft zuerst auf die Blütenfarbe. Verständlich natürlich. Aber viele Beete wirken am Ende trotzdem irgendwie „flach“ oder unruhig. Der Grund dafür ist häufig, dass alle Pflanzen ungefähr gleich hoch wachsen.

Dabei entsteht ein richtig harmonisches Beet meistens erst dann, wenn verschiedene Höhen miteinander kombiniert werden.

Warum unterschiedliche Höhen so wichtig sind

In der Natur wächst schließlich auch nicht alles auf einer Ebene. Genau das macht Pflanzenbilder spannend. Hohe Stauden bringen Struktur und Tiefe, mittlere Pflanzen verbinden die Bereiche miteinander und niedrige Stauden sorgen dafür, dass das Beet ruhig und geschlossen wirkt.

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Besonders Anfänger machen oft den Fehler, nur kleine Pflanzen zu kaufen, weil diese im Gartencenter zunächst ordentlicher aussehen. Im Sommer fehlen dann aber plötzlich Höhe und Spannung im Beet.

Ein Beet darf ruhig unterschiedlich wirken – genau dadurch entsteht dieser natürliche Charakter.

Die einfache Grundregel für Anfänger

Wer gerade erst mit Stauden startet, kann sich an einer ganz einfachen Aufteilung orientieren:

  • hohe Stauden nach hinten
  • mittelhohe Stauden in die Mitte
  • niedrige Pflanzen nach vorne

Das klingt simpel, funktioniert aber erstaunlich gut.

Hohe Stauden wie Sonnenhut, Duftnesseln, Blutweiderich oder hohe Gräser setzen im Hintergrund Akzente und geben dem Beet eine klare Struktur. Mittlere Pflanzen wie Steppensalbei, Katzenminze oder Fetthennen verbinden die Ebenen miteinander. Vorne sorgen niedrige Polsterstauden, flache Kräuter wie z.B. Oregano oder kleine Blattschmuckpflanzen für einen sauberen Abschluss.

Natürlich darf man diese Regel später auch bewusst brechen, gerade in naturnahen Gärten wirkt es oft schön, wenn Pflanzen locker ineinander wachsen dürfen.

Struktur ist wichtiger als perfekte Ordnung

Viele Hobbygärtner denken am Anfang, ein Beet müsse perfekt symmetrisch sein. Aber genau das wirkt oft künstlich. Viel spannender wird ein Beet, wenn einzelne Pflanzen herausragen dürfen oder verschiedene Formen miteinander kombiniert werden.

Besonders schön wirken zum Beispiel:

  • filigrane Gräser neben großen Blättern
  • hohe Blütenkerzen zwischen lockeren Polsterstauden
  • runde Pflanzenformen neben aufrechten Stauden

Dadurch entsteht Bewegung im Beet – selbst dann, wenn gerade nicht alles blüht.

Auch kleine Gärten profitieren davon

Unterschiedliche Höhen funktionieren übrigens nicht nur in großen Beeten. Gerade kleine Gärten wirken oft größer, wenn mit Höhen gearbeitet wird. Hohe Pflanzen lenken den Blick nach oben und geben kleinen Flächen mehr Tiefe.

Selbst auf schmalen Streifen oder in kleinen Vorgärten kann man mit zwei bis drei unterschiedlichen Ebenen schon erstaunlich viel Wirkung erzielen.

Mein Tipp für Einsteiger

Wer ein neues Beet plant, sollte nicht nur auf Blütenfarben achten, sondern sich vorher überlegen:
Welche Pflanze bringt Höhe? Welche sorgt für Ruhe? Und welche verbindet das Ganze?

Denn oft sind es genau diese Unterschiede, die später dafür sorgen, dass ein Beet nicht einfach nur „bunt“, sondern wirklich lebendig wirkt.

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